Ski alpin Weltcup
Karbon dominiert Riesenslalom in Lienz

Beim Riesenslalom in Lienz hat Kathrin Hölzl eine Überraschung verpasst. Aus Platz zwei nach dem ersten Lauf wurde am Ende ein fünfter Rang, der Sieg ging an Denise Karbon (Italien), Zweite wurde Julia Mancuso (USA).

Frauen-Cheftrainer Mathias Berthold wendete sich enttäuscht ab, und Kathrin Hölzl zeigte sich den Scheibenwischer: Die Bischofswiesenerin hatte beim Weltcup-Riesenslalom in Lienz den ersten deutschen Erfolg in der Kerndisziplin des alpinen Skisports seit über vier Jahren vor Augen und riskierte alles - doch am Ende sprang "nur" Platz fünf heraus. "Schade, da war heute wirklich mehr drin", sagte Hölzl nach dem Rennen, das Denise Karbon gewann.

Für die Italienerin war es bereits der dritte Sieg beim dritten Riesentorlauf dieses Winters und der vierte in ihrer Karriere. Nach dem ersten Lauf hatte sie vor Hölzl geführt, anders als die Deutsche behielt sie jedoch die Nerven. "Ich war vor dem zweiten Lauf total aufgeregt und habe einen ärgerlichen Fehler gemacht", meinte Hölzl: "Da dachte ich: Na super, du Pfeife, das war's jetzt!''

Achtungserfolge für Fernsebner und Riesch

Während die 23-Jährige etwas geknickt wirkte, durfte sich der Deutsche Skiverband (DSV) über ein gutes Teamergebnis freuen. Hinter Hölzl fuhr Carolin Fernsebner (Ramsau) als 18. zum besten Ergebnis ihrer Laufbahn, Maria Riesch (Partenkirchen) kam als 20. erstmals in dieser Saison bei einem Weltcup-Riesenslalom ins Ziel und Viktoria Rebensburg (Kreuth) fuhr auf Platz 26.

Richtig zufrieden wirkte jedoch nur Fernsebner. "Ich bin total glücklich, voll geil", rief sie ins ZDF-Mikrofon, während Riesch und Rebensburg haderten. "Ich hatte ein gutes Gefühl, das nach unten hin aber immer schlechter wurde", sagte Riesch, die ihren dritten Platz im Gesamt-Weltcup verlor und auf Rang fünf abrutschte. Lindsey Vonn (USA) führt mit 474 Punkten vor Landsfrau Julia Mancuso (444) und der Österreicherin Nicole Hosp (434). Riesch hat jetzt 400 Zähler.

Wie zahlreiche andere Athletinnen hatte sie mit der teilweise sehr schlechten Sicht auf der Schlossberg-Piste zu kämpfen. "Es kann sein, dass ich mich da noch immer ein bisschen schwer tue", sagte sie mit Blick auf ihre Knieverletzungen, "aber Rang 20 sagt nicht allzu viel über mein Leistungsvermögen aus. Ich kann sicher mehr."

Karbon fährt zwei Mal Bestzeit

Völlig unbeeindruckt von den äußeren Einflüssen in Osttirol fuhr dagegen Karbon zu Tal. In beiden Läufen legte sie die Bestzeit hin, in einer Gesamtzeit von 2:02,73 Minuten lag sie deutlich vor Mancuso (2:04,01) und ihrer Teamkollegin Nicole Gius (2:04,35), die das Podest komplettierten. Hölzl fehlten 0,47 Sekunden auf das Podium. "Aber das kann ich sicher bald wieder erreichen", sagte sie.

Der erste Durchgang wurde überschattet von einem schweren Sturz von Resi Stiegler. Die Amerikanerin verlor die Kontrolle über ihre Skier, kam zu Fall und durchschlug die Fangzäune. Nach einer ersten Diagnose hat sie sich den linken Unterarm gebrochen und Verletzungen an beiden Knien sowie Prellungen im Gesicht und am Becken zugezogen.

© SID

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