Ski alpin Weltcup
Keppler bei Nyman-Sieg nur auf Rang 36

Speedspezialist Stephan Keppler musste sich nach dem achten Rang beim Super-G von Gröden auf der Saslong aufgrund unglücklicher Umstände mit dem 36. Platz begnügen. Sieger wurde der US-Amerikaner Steven Nyman.

Einen Tag nach dem starken achten Rang beim Super-G von Gröden erlebte der deutsche Speedspezialist Stephan Keppler auf der Saslong einen rabenschwarzen Tag. Beim sensationellen Sieg des US-Amerikaners Steven Nyman verhinderten ein wissentlicher Formfehler der Schweizer Mannschaft sowie ein Sturz des Slowenen Rok Perko ein besseres Resultat des Ebingers. Am Ende landete er nur auf dem 36. Platz, einen Rang hinter Johannes Stehle (Obermaiselstein).

Keppler ist "trotzdem zufrieden"

"Ich bin mit den beiden Tagen hier trotzdem zufrieden", sagte Keppler mit einem Lächeln. Dabei hätte es ihm keiner übel nehmen dürfen, wäre er verärgert gewesen. Wenn der Cheftrainer von Swiss Ski, Martin Rufener, seinen mit einer Gehirnerschütterung im Bett liegenden Rennläufer Ambrosi Hoffmann pflichtgetreu von der Startliste genommen hätte, wäre Keppler mit der günstigeren Nummer eins ins Rennen gegangen. So musste er mit der 35 starten - doch seine Fahrt dauerte nur 50 Sekunden, weil Perko vor ihm stürzte.

Zunächst zu Fuß und das letzte Stück mit dem Hubschrauber gelangte Keppler wieder zum Starthäuschen; kurz vor Ende des Rennens durfte er noch einmal auf die Strecke. "Ich dachte, das sei kein Problem. Doch auf den Kamelbuckeln habe ich gemerkt, dass mir die Kraft fehlt und ich in der Ciaslatwiese nicht mehr so fahren konnte, wie ich es gestern getan habe", sagte der 23-Jährige nach seiner Fahrt, die nach 1:59,11 Minuten endete und damit fast drei Sekunden länger als die von Nyman dauerte.

In Bormio "auf Angriff fahren"

Den Schweizern wollte er keinen Vorwurf machen, zumal Silvan Zurbriggen (Schweiz) mit der Nummer 49 als 18. zeigte, dass auch für "Spätstarter" noch gute Zeiten drin waren. "Die hätten den Hoffmann zwar rausnehmen können. Aber das hätten wir wohl auch nicht anders gemacht", meinte er. Und: Keppler, der bei seinem Super-G-Debüt auf einer der schwierigeren Weltcup-Strecken zu seinem besten Ergebnis in der zweitschnellsten Disziplin gerast war, nahm Selbstvertrauen mit aus Südtirol: "Am 29. Dezember fahre ich die Abfahrt in Bormio. Die Piste liegt mir, da werde ich auf Angriff fahren."

Nyman:"Für mich wurde ein Traum wahr"

Auf Angriff fuhr auch Nyman, der in seiner erst zweiten Saison bei den besten Abfahrern seinen ersten Sieg feierte. In 1:56,22 Minuten lag er nur 0,02 Sekunden vor dem Trainingsbesten Didier Cuche (Schweiz) und 0,43 Sekunden vor Fritz Strobl aus Österreich. "Ich habe schon beim Start gespürt, dass ich gewinnen kann - und ich habe es einfach gemacht", sagte der 24-Jährige: "Für mich wurde ein Traum wahr."

Eher alptraumhaft verläuft die Saison dagegen für die Skimacht Österreich. Die Frauen eilen zwar von Sieg zu Sieg, doch aus dem so erfolgsverwöhnten Männer-Team stand nun schon neun Rennen in Folge keiner ganz oben auf dem Podest. Mit vier Schussfahrten ohne Sieg erlebt die Alpenrepublik sogar die schlechteste Phase seit zehn Jahren. "So darf es nicht weitergehen", sagte Michael Walchhofer. Der Abfahrtsweltmeister von 2003 wurde nur 16., der Norweger Aksel Lund Svindal verteidigte als Sechster seine Führung im Gesamtweltcup.

© SID

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