Ski alpin Weltcup
Kildow verhindert Mancusos zweiten Streich

Auch die zweite Weltcup-Abfahrt von Val d´Isere/Frankreich ging an eine US-Amerikanerin. Lindsey C. Kildow ließ Vortagessiegerin und Landsfrau Julia Mancuso sowie Anja Pärson (Schweden) mehr als eine Sekunde hinter sich.

Eine US-Amerikanerin hat auch die zweite Weltcup-Abfahrt im französischen Val d´Isere gewonnen. Lindsey Kildow, am Vortag noch auf Rang drei platziert, fuhr in 1:38,06 Minuten überlegen vor Vortagessiegerin Julia Mancuso (1,24 Sekunden Rückstand) zu ihrem zweiten Saisonerfolg. Rang drei belegte die Schwedin Anja Pärson (1,44).

Riesch beste Deutsche auf Rang 26

Einen Tag nach dem schlechtesten Ergebnis bei einer Weltcup-Abfahrt in den letzten 15 Jahren fuhren die deutschen Ski-Rennläuferinnen auch beim zweiten Wettbewerb der alpinen Königsdisziplin im französischen Val d´Isere der Weltspitze weit hinterher. Maria Riesch kam als beste Deutsche nur auf Rang 26 und verbesserte sich damit im Vergleich zum Vortag gerade einmal um zwei Positionen. Ihre drei Teamkolleginnen blieben ohne Punkte.

In der deutschen Mannschaft herrschte nach dem erneuten Debakel große Ratlosigkeit. Am Vortag hatte sich die beste deutsche Rennläuferin durch einen schweren Patzer um eine gute Platzierung gebracht, nach der insgesamt vierten Weltcup-Abfahrt des WM-Winters aber verstand sie die Welt nicht mehr: "Gut, es war sicher keine ideale Fahrt, aber so große Fehler wie gestern habe ich auch nicht gemacht."

Eineinhalb Monate vor dem Auftakt der WM im schwedischen Are (3. bis 18. Februar 2007) ist das neu formierte Damen-Abfahrtsteam insgesamt von der Rolle. Maria Riesch gewann Anfang Dezember in Lake Louise/Kanada noch die erste Schussfahrt des Winters, hat seitdem aber erkennbar Mühe, diesen Sieg zu bestätigen. Einmal mehr konnte auch Petra Haltmayr (Rettenberg) nicht überzeugen: Sie belegte nur Rang 35 (3,63 Sekunden zurück), Gina Stechert (Oberstdorf) und Stefanie Stemmer (Rottach-Egern) kamen auf die Ränge 47 und 52.

Alpinchef Maier: "Nicht gut gefahren"

"Das Ergebnis ist nicht wirklich lustig. Wir sind nicht gut gefahren", kommentierte Alpinchef Wolfgang Maier. Die eher mäßigen Platzierungen von Maria Riesch will der bisherige Frauen-Cheftrainer aber nicht überbewerten. "Uns war intern immer Zeit klar, dass diese Rückschläge kommen. Maria wird jetzt davon eingeholt, dass sie sich einige Passagen noch immer nicht voll zu fahren traut". Im Januar "wird sich das bei ihr stabilisieren." Petra Haltmayr macht Maier da mehr Sorgen: Es sei "bedenklich", dass sie "nicht vom Fleck kommt".

So richtig sorgenfrei fahren derzeit die US-Damen. Am Dienstag siegte Riesenslalom-Olympiasiegerin Julia Mancuso vor Renate Götschl (Österreich) und Teamkollegin Kildow, 24 Stunden später fuhr Kildow die Konkurrenz in Grund und Boden. Götschl, neue Führende im Gesamtweltcup, belegte Rang vier. Unter den ersten Zehn befanden sich neun Läuferinnen, die schon am Vortag dort aufgetaucht waren - nur in anderer Reihenfolge.

Maria Riesch immerhin scheint durch ihre derzeitige kleine Krise nicht aus der Ruhe zu bringen. "Ich vergesse das einfach. Ich muss es ja auch vergessen. Es bringt ja nichts, wenn ich jetzt groß rumgrüble." Am Donnerstag findet in Val d´Isere, wo im Jahr 2009 die WM ausgetragen werden soll, noch ein Slalom statt - in dieser Saison die beste Disziplin der DSV-Damen.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%