Ski alpin Weltcup
Kirchgasser gewinnt in der Sierra Nevada

Michaela Kirchgasser hat den Weltcup-Riesenslalom der Damen in der Sierra Nevada gewonnen. Im Ziel lag die Österreicherin deutlich vor ihrer Landsfrau Nicole Hosp und vor Tanja Poutiainen aus Finnland.

Die Österreicherin Michaela Kirchgasser hat den Weltcup-Riesenslalom in der spanischen Sierra Nevada gewonnen. Bei ihrem ersten Weltcup-Sieg verwies sie ihre Teamkollegin, die Weltmeisterin Nicole Hosp, in einer Gesamtzeit von 2:14,41 Minuten und einem Vorsprung von 0,42 Sekunden auf Platz zwei. Dritte wurde die Finnin Tanja Poutiainen (0,58 Sekunden zurück), die nach dem ersten Lauf noch geführt hatte.

Rebensburg als 13. beste Deutsche

Beste Deutsche auf der WM-Piste von 1996 war die 17 Jahre alte Kreutherin Viktoria Rebensburg. Die WM-Achte von Are wurde 13. und feierte damit ihr bestes Weltcup-Ergebnis. Die Partenkirchenerin Maria Riesch wurde 15. und war damit so gut, wie im Riesenslalom seit über zwei Jahren nicht mehr. Carolin Fernsebner (Ramsau) hatte den zweiten Lauf als 32. nur um 0,18 Sekunden verpasst.

"Ich habe Vollgas gegeben - wie in Are", sagte Rebensburg über ihre Fahrt in die Top 15. Noch nie war die WM-Achte im Weltcup so gut, Platz 38 beim Super-G auf der Reiteralm in Österreich war ihr bestes Ergebnis. Und auch auf der WM-Piste von 1996 sah es zunächst nicht so gut aus. Als 30. hatte sie sich ins Finale gerettet.

Doch dann startete Rebensburg auf der Fuente del Tesoro (etwa: Schatztruhe) durch und holte bei ihrem sechsten Start bei den Besten erstmals Punkte. "Super! Ich habe meine gute Startnummer ausgenutzt und bin zufrieden", sagte "Viki". Ganz glücklich aber war sie nicht: "Ich habe wieder einige Fehler gemacht, das wurmt mich ein wenig."

Auch Maria Riesch war nicht restlos zufrieden, freute sich aber darüber, "dass ich endlich mal wieder in die Top 15 gefahren bin". Im Januar 2005 war sie in Santa Caterina als 14. letztmals so weit vorgestoßen, ehe sie Verletzungen bremsten. "Das ist eine weitere Steigerung für mich. Darauf will ich aufbauen", sagte sie.

Carolin Fernsebner (Ramsau) hatte als 32. des ersten Durchgangs das Finale um 0,18 Sekunden verpasst. Die beste Deutsche in dieser Disziplin, die Bischofswiesenerin Kathrin Hölzl, musste zusehen. Der Verdacht auf einen Steißbeinbruch nach einem Trainingssturz bei der WM hatte sich zwar nicht bestätigt, doch Hölzl plagt eine Grippe.

Frischer denn je präsentierte sich Michaela Kirchgasser. Schon im ersten Lauf war die Österreicherin gut mit der sehr eisigen und äußerst schwierig zu beherrschenden Strecke zurechtgekommen - Platz drei war der Lohn. Im Finale fing sie die Führende Tanja Poutiainen (Finnland) noch ab und holte sich ihren ersten Weltcup-Sieg vor der Weltmeisterin Nicole Hosp (Österreich). Poutiainen wurde Dritte, die WM-Königin Anja Pärson aus Schweden Vierte, Mancuso Sechste.

© SID

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