Ski alpin Weltcup
Kostelic feiert ersten Sieg in der Abfahrt

Bei der Weltcup-Abfahrt im österreichischen Bad Kleinkirchheim hat sich die Kroatin Janica Kostelic den Sieg gesichert. Für die Athletin vom Balkan war dies der erste Sieg bei einer Abfahrt überhaupt.

Jubel bei der dreifachen Olympiasiegerin Janica Kostelic: Die Kroatin hat im österreichischen Bad Kleinkirchheim erstmals in ihrer Karriere eine Weltcup-Abfahrt gewonnen. Die 24-Jährige lag in 1:37,96 Minuten knapp vor der Überraschungszweiten Nike Bent aus Schweden (1:38,13). Auf Platz drei fuhr die Österreicherin Michaela Dorfmeister (1:38,53).

Die deutschen Damen dagegen fuhren erneut weit hinter der Weltspitze her, Petra Haltmayr wurde als Beste eines enttäuschenden Trios 20. "Das ist nicht unser Anspruch. Wir sind nicht hierher gefahren, um 20. zu werden", sagte Cheftrainer Wolfgang Maier sauer.

Freude pur dagegen bei Janica Kostelic: "Ich bin wirklich von mir überrascht", sagte die 24-Jährige, die bei der WM 2005 in Bormio überraschend Gold in der Abfahrt gewonnen hatte, nach dem Coup. Beim Sieg der diesmal ausgeschiedenen Anja Pärson (Schweden) am Freitag war sie knapp Vierte geworden, 24 Stunden später hatte sie die Konkurrenz in 1:37,96 Minuten im Griff. Nur die Überraschungszweite Nike Bent aus Schweden kam ihr nahe (1:38,13). Michaela Dorfmeister aus Österreich war als Dritte bereits mehr als eine halbe Sekunde zurück, übernahm aber die Führung im Abfahrtsweltcup.

"Gestern war ich gar nicht gut drauf, aber heute hat alles gepasst", meinte Kostelic, die den Vorsprung im Gesamtweltcup auf Pärson mit 882 Punkten auf 197 Zähler ausbaute: "Das ist ein ganz wichtiger Sieg." Die bisher beste Abfahrtsplatzierung ihrer Weltcup-Karriere hatte sie bei der Olympia-Generalprobe im Februar 2005 in San Sicario als Zweite hinter Pärson gefeiert.

Deutsche Läuferinnen fühlten sich schlecht

Eher schlecht fühlten sich die deutschen Läuferinnen nach dem Rennen. Mit einem alten Schuh und Änderungen am Ski sei sie zwar in punkto Material "auf dem richtigen Weg", meinte Petra Haltmayr: "Aber besser Ski gefahren als gestern bin ich nicht." Nach Platz 32 in der ersten Abfahrt war sie in 1:39,75 Minuten auch beim zweiten Versuch chancenlos. "Bis Olympia werde ich das aber noch in den Griff bekommen", versprach sie.

Die Qualifikation hat die 30-Jährige immerhin schon in der Tasche - anders als ihre Kolleginnen Stefanie Stemmer und Isabelle Huber. Einen Tag, nachdem sie als 30. ihr bestes Karriereergebnis gefeiert hatte, fuhr Stemmer auf Rang 35. Huber wurde nach Platz 49 am Freitag diesmal 45. "Wenn ich wüsste, was los ist, würde ich es sagen - aber ich weiß es selbst nicht", meinte sie. Martina Ertl-Renz, am Freitag als 26. noch beste Deutsche, verzichtete auf einen Start.

© SID

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