Ski alpin Weltcup
Kostelic siegt erstmals im Riesenslalom-Weltcup

Janica Kostelic hat in Spindleruv Mlyn erstmals einen Weltcup-Riesenslalom gewonnen. Die Kroatin setzte sich vor der Österreicherin Kathrin Zettel durch. Dritte wurde deren Landsfrau Marlies Schild.

Sie hat schon fast alles gewonnen, doch dieser Sieg fehlte ihr noch - bis heute. Die Kroatin Janica Kostelic hat in Spindleruv Mlyn/Tschechien erstmals überhaupt einen Weltcup-Erfolg im Riesenslalom gefeiert. Die 23-Jährige setzte sich nach zwei Läufen in 2:21,30 Minuten knapp gegen die Österreicherin Kathrin Zettel (2:21,38) durch. Auf den dritten Platz kam in Marlies Schild (2:21,40) ebenfalls eine Österreicherin. Annemarie Gerg (Lenggries/2:22,37) kam als beste Deutsche auf einen guten elften Rang - das beste Riesenslalom-Ergebnis ihrer Karriere.

Ebenso erfreulich war der 24. Platz der 21-jährigen Kathrin Hölzl (Bischofswiesen/2:23,07), die erstmals Weltcup-Punkte sammelte. Dagegen enttäuschte die etatmäßig beste deutsche Riesenslalom-Fahrerin Martina Ertl-Renz (Lenggries) als 22. Anja Blieninger (Altenau) und Monika Bergmann-Schmuderer (Lam) hatten als 34. bzw. 61. des ersten Durchganges das Finale der besten 30 verpasst.

Martin Ertl-Renz "ein Rätsel"

"Martina ist mir ein Rätsel. Von den anderen beiden war es aber ein ordentliches Ergebnis", sagte Damen-Cheftrainer Wolfgang Maier. "Ich verstehe das nicht. Normalerweise ist sie unsere beste Riesenslalom-Fahrerin. Zuletzt war sie unantastbar", sagte Maier. Ertl-Renz selbst meinte, sie habe sich zwar "sehr angestrengt, aber es ist einfach nicht schneller gegangen. Beide Läufe waren nicht gut".

Bei der Weltcup-Premiere in Tschechien hatte Martina Ertl-Renz, die in 2:22,90 Minuten 1,60 Sekunden hinter Kostelic (2:21,30) lag, mit den schwierigen Verhältnissen auf der weichen Piste "Cerna" zu kämpfen. "Es ist ja bekannt, dass ich auf derartigen Strecken meist nicht so gut zurecht komme", meinte sie.

Gerg "super zufrieden"

Ein positives Fazit dagegen zogen Annemarie Gerg (2:22,37) und Kathrin Hölzl (2:23,07). "Ich bin super zufrieden. Es ist echt gut gegangen", sagte Gerg grinsend. Nach dem fünften Platz im Slalom von Aspen hat sie in Spindleruv Mlyn den besten Weltcup-Auftakt ihrer Laufbahn komplettiert. "Sie hat die guten Ansätze, die sie zuletzt gezeigt hat, bestätigt", sagte Coach Maier zufrieden.

Die 21 Jahre alte Hölzl, die sich in der Vorwoche noch über den zweitklassigen Europacup für die erste Liga empfehlen musste, habe "einen ihrer Sonnentage gehabt", meinte Maier: "Sie hat gezeigt, dass sie Potenzial hat und Hoffnung gemacht, dass wir auch in Zukunft eine gute, junge Läuferin im Riesenslalom haben werden."

Schon mit den Plätzen eins und zwei bei den jüngsten beiden Riesentorläufen im Europacup habe Hölzl "ihr Talent unter Beweis gestellt", ergänzte Maier: "Jetzt hat sie bewiesen, dass es richtig war, an ihr festzuhalten." Sie selbst sei "sehr zufrieden mit meiner Leistung", bekannte Hölzl: "Durch die guten Resultate im Europacup habe ich mich sicher gefühlt."

Bergmann-Schmuderer enttäuschend

Anders als die überraschend starken Gerg und Hölzl müssen Anja Blieninger (Altenau) und Monika Bergmann-Schmuderer (Lam) auf den Slalom an gleicher Stelle am Donnerstag hoffen. Beide verpassten das Finale der besten 30. Während Blieninger als 34. noch Pech hatte, enttäuschte Bergmann-Schmuderer als 61. auf der ganzen Linie.

Als sich Blieninger und Bergmann-Schmuderer noch grämten, feierte Kostelic bereits in den Armen ihres Vaters den Sieg. Nur bei Olympia 2002 in Salt Lake City hatte sie bisher einen Riesenslalom gewonnen - in Spindleruv Mlyn war sie knapp schneller als die beiden Österreicherinnen Kathrin Zettel (2:21,38) und Marlies Schild (2:21,40). Michaela Dorfmeister (Österreich) behauptete als Siebte die Führung im Gesamtweltcup.

© SID

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