Ski alpin Weltcup
Kreuzbandriss stoppt Maria Riesch

Ski-Rennläuferin Maria Riesch muss die Olympischen Winterspiele in Turin wohl abhaken. Die 21-Jährige zog sich beim Weltcup-Riesenslalom in Aspen bereits den zweiten Kreuzbandriss ihrer Karriere zu.

Schwerer Rückschlag für Maria Riesch: Die Olympischen Winterspiele 2006 in Turin (10. bis 26. Februar) finden aller Voraussicht nach ohne die alpine Ski-Rennläuferin aus Partenkirchen statt. Die 21-Jährige zog sich bei einem Sturz beim Weltcup-Riesenslalom im amerikanischen Aspen einen Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie, eine Meniskusverletzung und eine Knochenstauchung zu. Das ergab die erste Diagnose von Mannschaftsarzt Jürgen Winter im Aspen Valley Hospital. "Es handelt sich hier um eine schwere Verletzung, die von einer massiven Überstreckung des Knies herrührt", sagte Winter.

"Ein großer Rückschlag für die Mannschaft"

Weniger nüchtern klangen die Kommentare der Trainer. "Die Verletzung und der damit verbundene Ausfall von Maria Riesch ist extrem frustrierend und ein großer Rückschlag für die Mannschaft. Ihr Ausfall tut uns sehr weh", sagte Cheftrainer Wolfgang Maier, der nach dem verletzungsbedingten Rücktritt von Hilde Gerg schon seine zweite Top-Läuferin für die Winterspiele verlor.

Matthias Berthold, Technik-Trainer der Damen-Mannschaft, fand es "brutal für uns und den Verband". In einer Olympia-Saison zwei Rennläuferinnen mit Medaillenchancen zu verlieren, "ist ein Wahnsinn", ergänzte er: "Aber gerade jetzt müssen wir nur an die Maria denken, denn für sie ist es noch brutaler."

Erster Kreuzbandriss im Januar

Tatsächlich sind die Tränen der Maria Riesch nicht alleine mit der neuerlichen Verletzung zu erklären. Gerade erst aus einer langen Verletzungspause zurück, weiß sie, wie schwer der steinige Weg an die Weltspitze ist. Nach einem Kreuzbandriss im rechten Knie im Januar beim Super-G in Cortina und einer Knochenstauchung im linken Schienbein, die sie sich im September beim Training zugezogen hatte, tat sich Riesch sehr schwer. Trainer Maier bemängelte, dass ihr die Unbekümmertheit abhanden gekommen sei.

Mit Platz 24 im Riesenslalom bei ihrem Weltcup-Comeback Ende Oktober in Sölden stellte sie aber immerhin unter Beweis, dass mit ihr bei Olympia zu rechnen sein wird. Auch Maier glaubte spätestens nach Platz neun in der zweiten Abfahrt von Lake Louise vor einer Woche und dem zehnten Platz im Super-G am Freitag in Aspen, die alte Maria Riesch bald wieder zu haben.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%