Ski alpin Weltcup
Mancuso fährt Konkurrenz davon

Julia Mancuso hat die Konkurrenz bei der Weltcup-Abfahrt im französischen Val d´Isere souverän in Schach gehalten. Die US-Amerikanerin verwies Renate Götschl (Österreich) und ihre Landsfrau Lindsey Kildow auf die Plätze.

Die US-Amerikanerin Julia Mancuso hat den Favoritinnen ein Schnippchen geschlagen und bei der ersten von zwei Abfahrten im französischen Val d´Isere ihren ersten Sieg im Weltcup gefeiert. Die Riesenslalom-Olympiasiegerin von 2006 gewann in 1:38,93 Minuten vor der Österreicherin Renate Götschl (0,43 Sekunden zurück) und ihrer Mannschaftskollegin Lindsey Kildow (0,54).

An einem schwarzen Tag für die deutschen Ski-Damen landete Maria Riesch nach einem schweren Fahrfehler mit 2,84 Sekunden Rückstand nur auf Platz 28, war aber am Ende dennoch zu Scherzen aufgelegt. Eine knallig rote Nikolaus-Mütze hatte sie mitgenommen nach Val d´Isere, trug sie dann auch unverdrossen im Zielraum - doch richtig gute Laune konnte sie trotz allem nicht verbreiten.

Schwerer Patzer kostet gute Platzierung

"Ich bin wirklich enttäuscht", bekannte die Partenkirchenerin nach der ersten von zwei Weltcup-Abfahrten im WM-Ort von 2009. Nach rund 45 Sekunden Fahrzeit hatte Riesch einen Sprung falsch eingeschätzt, blieb danach mit dem Arm an einer Torstange hängen, landete neben der Ideallinie, musste korrigieren, konnte sich retten - aber weg waren Tempo und eine gute Platzierung.

"So die Punkte zu verschenken, ist echt blöd. Umso mehr, wenn man heuer schon ein Rennen in dieser Disziplin gewonnen hat", sagte Riesch, die im Ziel zeitgleich mit der Oberstdorferin Gina Stechert war und nur drei Zähler ergatterte. Gleich darauf aber hakte die 22-Jährige, überraschende Siegerin bei der ersten Schussfahrt des Winters im kanadischen Lake Louise, die miserable Leistung ab: "Morgen ist ja noch ein Rennen, und jetzt kenne ich ja meine Fehler." Am Mittwoch tragen die Damen auf der Piste "O.K." die vierte Abfahrt der Saison aus.

Nicht nur Maria Riesch enttäuschte. Noch langsamer unterwegs war Petra Haltmayr (Rettenberg), die sich nach Rang fünf im Training mehr versprochen hatte - zumal ihr die Strecke in Val d´Isere liegt. Die Allgäuerin, im Vorjahr an gleicher Stelle Vierte, wirkte nach einer Bummel-Fahrt auf Rang 41 und 3,35 Sekunden Rückstand ratlos. "Ich verstehe das nicht. Ich habe doch keine großen Fehler gemacht", sagte die 31-Jährige. "Die Petra ist einfach schlecht Ski gefahren", urteilte dagegen Cheftrainer Matthias Berthold.

"Morgen sind wir besser"

Das enttäuschende Gesamtresultat für die deutschen Damen, zu dem auch Stefanie Stemmert (Rottach-Egern) als 52. und Vorletzte beitrug, mochte aber auch Berthold nicht weiter kommentieren: "Das vergessen wir. Morgen sind wir besser."

Hoffnung machte dem Cheftrainer, dass viel Raum für Verbesserungen bleibt. Bei Maria Riesch etwa. "Maria war ja sehr gut unterwegs, schade, dass sie diesen Fehler hatte." Auch Gina Stechert, immerhin zum zweiten Mal bei einer Abfahrt in den Punkterängen, könne mehr: "Sie ist zu verhalten gefahren".

© SID

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