Ski alpin Weltcup
Neureuther bei Blardone-Sieg ausgeschieden

Massimiliano Blardone aus Italien hat den Weltcup-Riesenslalom im österreichischen Bad Kleinkirchheim gewonnen. Der nach dem ersten Lauf führende Franzose Thomas Fanara schied wie auch Felix Neureuther aus.

Felix Neureuther wollte viel, gewann nichts und konnte sich am Ende wenigstens über die Wahl von München als Bewerberstadt für Olympia 2018 freuen. Massimiliano Blardone aus Italien wollte alles und gewann alles. Dem 28 Jahre alten Italiener gelang beim Riesenslalom im österreichischen Bad Kleinkirchheim sein erster Saisonsieg im alpinen Ski-Weltcup. Allerdings profitierte der Riesenslalom-Spezialist auch vom Sturzpech des Franzosen Thomas Fanara, der nach dem ersten Lauf geführt hatte.

"Ich wollte heute unbedingt gewinnen. Die Strecke kommt meinem Fahrstil entgegen", sagte Blardone, der auch seine vorangegangenen zwölf Platzierungen auf dem Siegertreppchen ausnahmslos im Riesenslalom erreicht hatte. Schon nach seinem zweiten Platz nach dem ersten Lauf war er sehr zuversichtlich gewesen: "Dieses Mal werde ich die Fehler von Beaver Creek nicht wiederholen." Vergangenen Sonntag war er im US-Skiort von Rang zwei auf Rang vier zurückgefallen, diesmal gewann er in 2:10,75 Minuten vor Landsmann Manfred Mölgg (2:10,84) und dem Kombinations-Olympiasieger Ted Ligety (USA/2:10,92).

Große Ziele bei Blardone

"Ich hoffe, dass ich auch im Riesenslalom-Weltcup vorne dabei sein und ihn auch gewinnen kann", sagte Blardone. Nach drei von acht Rennen in dieser Disziplin liegt der Italiener hinter Ligety (190 Punkte) und Kombinations-Weltmeister Daniel Albrecht (Schweiz/154) auf Rang drei (150). Im Gesamtweltcup führt Albrecht mit 317 Punkten knapp vor dem Österreicher Benjamin Raich (305).

Felix Neureuther ließ unterdessen die große Chance ungenutzt, endlich auch im Riesenslalom einen großen Schritt nach vorne zu tun. Trotz der Nachwirkungen einer Virusinfektion, die ihn im Verlauf der 15-tägigen Nordamerika-Tournee geplagt hatte, hatte er sich mit der hohen Startnummer 52 zunächst auf Rang 27 und damit in den Endlauf der besten 30 gekämpft. "Das hätte ich nie erwartet", sagte er mit einem Keuchen.

Im zweiten Durchgang "zu viel riskiert"

Das Glücksgefühl für den einzigen deutschen Starter währte aber nur kurz. Neureuther, der sich nach der Virusinfektion selbst erst "so bei 60 Prozent" sieht, schied im zweiten Lauf aus. "Ich habe zu viel riskiert", sagte der Partenkirchener, der mit vollem Karacho schließlich an der letzten Kuppe vor dem Ziel scheiterte. Taktisch auf Ankommen hatte er nicht fahren wollen: "Das bringt mir nichts."

Am Sonntag wird in Bad Kleinkirchheim der zweite Slalom der Saison ausgetragen. Den ersten Mitte November hatte Neureuther als Elfter beendet. Zunächst aber konnte sich der Sohn von "Gold-Rosi" Mittermaier und Christian Neureuther zumindest über die Wahl von München und seiner Heimatstadt Garmisch-Partenkirchen als Bewerber für die Olympischen Winterspiele 2018 begeistern: "Ich freu mich wahnsinnig, das wäre der größte Traum, wenn die Spiele nach München kommen würden." Neureuther junior wäre dann knapp 33 Jahre alt.

Gleich drei verletzte Läufer gab es beim Rennen. Der Kärntner Lokalmatador Rainer Schönfelder erlitt einen Haarriss im Oberarm und Prellungen am ganzen Körper. Der Norweger Lars Myhre erlitt eine Knieverletzung, der Franzose Raphael Burtin zog sich mehrere Rippenbrüche zu.

© SID

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