Ski alpin Weltcup
Neureuther bei Moelgg-Sieg Sechster

Felix Neureuther hat beim Slalom-Weltcup in Slowenien einen guten sechsten Platz belegt. Der Italiener Manfred Moelgg holte den Sieg, Dominik Stehle schied im ersten Lauf aus.

Ein nächtliches Rockkonzert direkt vor seinem Hotel hat Felix Neureuther um den Schlaf gebracht, doch beim vorletzten Weltcup-Slalom der Saison präsentierte sich der beste deutsche Ski-Rennläufer ausgeschlafen. Der 23-Jährige fuhr beim ersten Weltcup-Sieg des Italieners Manfred Moelgg in Kranjska Gora als Sechster zum sechsten Mal in diesem Winter in die "Top Ten" und behauptete damit seinen fünften Platz in der Disziplin-Wertung.

"Das Konzert war eine Katastrophe. Da haben richtig die Wände gewackelt. Ich bekam bis 4.00 Uhr in der Früh kein Auge zu, und um sechs musste ich schon wieder raus. Deshalb bin ich mit Rang sechs zufrieden, es war eine Bestätigung meiner guten Form", sagte Neureuther. Beim Riesenslalom am Samstag hatte der Partenkirchener als 41. die Punkteränge noch verpasst.

Kombinations-Olympiasieger Ted Ligety (USA) feierte dort seinen ersten Saisonsieg vor Moelgg sowie Massimiliano Blardone (Italien) und übernahm die Führung in der Disziplinwertung. In der Slalom-Rangliste blieb der Franzose Jean-Baptiste Grange vor Moelgg, im Gesamt-Weltcup behielt der US-Amerikaner Bode Miller vor den abschließenden vier Rennen am kommenden Wochenende in Bormio Platz eins.

Miller verzichtet auf Slalom-Start

Miller ist die große Kristallkugel bei 169 Punkten Vorsprung auf Didier Cuche (Schweiz) und 264 auf Benjamin Raich (Österreich) kaum mehr zu nehmen. Der Exzentriker konnte sich sogar den Luxus erlauben, auf den Slalom zu verzichten. Angeblich plagte ihn eine Rückenverletzung, doch aufmerksame Beobachter wollten den 30-Jährigen mal wieder in den Bars des slowenischen Ski-Ortes gesehen haben - nicht ganz nüchtern und in weiblicher Begleitung.

Moelgg blieb brav zu Hause und belohnte sich mit dem Sieg. "Das ist wunderbar! Mein Trainer hat vor drei Wochen gesagt: 'In Kranjska Gora musst du gewinnen, sonst hast du in dieser Saison keine Chance mehr.'" Nun greift der Südtiroler sogar erstmals nach Kristall, nur 21 Punkte trennen ihn im Slalom-Weltcup noch von Grange.

Moelgg hatte im ersten Lauf eine überragende Bestzeit erzielt, während Neureuther nur Zehnter wurde und mit der Kurssetzung des Kroaten Ante Kostelic haderte. "Das war ein Kurs wie zu Stenmarks Zeiten, eine Katastrophe. Ich hätte meinen Vater anrufen sollen - für ihn wäre das perfekt gewesen", scherzte der Sohn von Christian Neureuther.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%