Ski alpin Weltcup: Neureuther fährt auf Platz zwei, Matt siegt

Ski alpin Weltcup
Neureuther fährt auf Platz zwei, Matt siegt

Felix Neureuther ist beim Weltcup-Slalom in Garmisch-Partenkirchen das beste Ergebnis seiner Laufbahn geglückt. Der Lokalmatador wurde hinter dem Österreicher Mario Matt Zweiter.

Riesenerfolg für Felix Neureuther: Der Deutsche ist bei seinem Heim-Slalom auf dem Gudiberg in Garmisch-Partenkirchen auf den sensationellen zweiten Platz und damit zu seinem besten Ergebnis im Weltcup gefahren. Der 22-Jährige musste sich nur Weltmeister Mario Matt aus Österreich geschlagen geben. In einer Gesamtzeit von 1:36,07 Minuten war Neureuther 0,41 Sekunden langsamer als Matt, der seinen siebten Weltcup-Sieg feierte.

Für Neureuther war es die zweite Fahrt auf das Podium nach Platz drei im Dezember in Beaver Creek. Dritter wurde Olympiasieger Benjamin Raich aus Österreich. Alois Vogl (Zwiesel) war im ersten Durchgang ausgeschieden.

"Es gibt nichts Schöneres"

Erstmals Zweiter, noch dazu im Heimrennen - "es gibt nichts Schöneres", sagte der überglückliche Spross von "Gold-Rosi" Rosi Mittermaier und Christian Neureuther, welcher 33 Jahre zuvor am Gudiberg gewonnen hatte. Zugleich erfüllte Felix Neureuther die zweite "Stockerl"-Platzierung seiner Laufbahn nach Rang drei Anfang Dezember in Beaver Creek (USA) mit großer Genugtuung: Nach dem ersten Lauf hatte er hinter Matt auf Rang zwei gelegen - wie vor acht Tagen beim WM-Slalom. Diesmal aber wurde sein Mut zum Risiko belohnt.

"Das ist eine Riesenentschädigung, das bedeutet mir fast noch mehr als die WM", beteuerte Felix Neureuther, der für den Deutschen Skiverband (DSV) erst die fünfte Top-Ten-Platzierung dieses Winters herausfuhr. Am Ende lag der bemerkenswert nervenstarke Lokalmatador 0,90 Sekunden vor Olympiasieger Benjamin Raich (Österreich) und nur 0,41 Sekunden hinter dem Weltmeister: Der wiederum staunte am Start nicht schlecht, als er den Deutschen zu Tale rasen sah: "Ich habe mir gedacht: Teufel, der ist ganz schön schnell", sagte Matt.

Während Felix Neureuther selbst bei der Siegerehrung am Fuße des altehrwürdigen Gudibergs, wo zuletzt 1995 ein Slalom ausgetragen wurde (Sieger Alberto Tomba), sein Glück kaum fassen konnte, hagelte es Lob von allen Seiten. Auch Männer-Cheftrainer Werner Margreiter, der nach Saisonende aller Voraussicht nach abgelöst wird, fand nur Superlative für seinen einzigen Spitzenfahrer neben Alois Vogl: "Sensationell, die beste Leistung beim Heimrennen, und das bei dem Druck."

Mehrere Tritte in den Hintern

Die erneute Fahrt auf das Siegertreppchen, für die Neureuther Preisgeld und DSV-Prämien in Höhe von insgesamt 25 000 Euro erhielt, war als Bestätigung für eine deutliche Leistungssteigerung in diesem Winter längst überfällig gewesen. Das sah auch der 22-Jährige selbst so: "Aber dass es hier passiert, hat mich schon überrascht, weil der Druck größer war als oben in Are." Das Vorhaben, "diesen Druck, einfach alles auszublenden", habe er aber halbwegs umsetzen können: "Es ist alles wie im Trance abgelaufen."

Viele Tritte in den Hintern habe er vor dieser Saison nötig gehabt, um professioneller zu werden, gestand Neureuther ein. "Viele haben mich gepusht, das hat mir gut getan." Durch den zweiten Platz in "GAP" ist er nun endgültig in der Weltelite im Slalom angekommen: Im Disziplin-Weltcup verbesserte er sich auf Rang fünf (264 Punkte). Vorne liegt der Schwede Jens Byggmark (445) vor Raich (425), der seinen Rückstand im Gesamtweltcup auf Doppel-Weltmeister Aksel Lund Svindal aus Norwegen auf 53 Punkte verkürzte.

© SID

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