Ski alpin Weltcup
Neureuther verpasst bei Raich-Sieg das Podest

Felix Neureuther hat beim Slalom-Weltcup in Bad Kleinkirchheim einen Podestplatz deutlich verfehlt. Beim Sieg des Österreichers Benjamin Raich landete der Deutsche am Ende nur auf Platz elf.

Doppel-Olympiasieger Benjamin Raich hat vor heimischem Publikum sein erstes Saisonrennen im alpinen Ski-Weltcup gewonnen. Der Österreicher siegte in Bad Kleinkirchheim beim zweiten Slalom des Winters in 1:34,46 Minuten überlegen vor dem Schweden Jens Byggmark (1:35,12) und Manfred Mölgg aus Italien (1:35,18).

Neureuther fällt auf Rang elf zurück

Felix Neureuther (Partenkirchen) fiel im zweiten Durchgang von einem aussichtsreichen dritten auf den elften Rang zurück und verfehlte einen Platz auf dem Siegertreppchen um 0,58 Sekunden. Alois Vogl (Zwiesel) war im ersten Durchgang ausgeschieden.

"Ich bin sauer auf mich", bekannte Neureuther, der tags zuvor beim Riesenslalom an gleicher Stelle als 27. des ersten Durchgangs im Finale ausgeschieden war. Bis zur dritten Zwischenzeit lag er im zweiten Lauf noch auf "Stockerl"-Kurs, dann aber verbummelte er den schwierigen, weil steilen Zielhang der Piste "Franz Klammer".

"Unten habe ich es verbremst", gab Neureuther verärgert zu. Gleichzeitig nahm sich der 23-Jährige, schon beim ersten Slalom auf der Reiteralm auf Rang 11, aber vor: "Beim nächsten Mal passiert mir das nicht mehr."



Raich mit seinem 30. Weltcup-Sieg

Für Doppel-Olympiasieger Raich war der Sieg nicht nur sein erster in diesem Winter, sondern zugleich der 30. insgesamt. Damit überholte der Pitztaler seinen nicht mehr aktiven Landsmann Stefan Eberharter und schob sich auf Rang sechs der ewigen Bestenliste vor.

"Heute hatte ich alles im Griff. Es ist eine große Ehre, Eberharter überflügelt zu haben, der 30. Weltcupsieg zeigt, dass ich schon viel erreicht habe", sagte Raich stolz. Auch im Gesamtweltcup ist er mit 405 Punkten die neue Nummer eins vor Daniel Albrecht (Schweiz/332).

Raich behielt im zweiten Durchgang, als der Italiener Patrick Thaler mit einem Traumlauf von Rang 27 am Ende auf Rang vier nach vorne schoss, die Nerven und siegte in 1:34,46 Minuten vor Jens Byggmark aus Schweden (1:35,12) und Manfred Mölgg aus Italien (1:35, 18). Der Österreicher ist damit nun auch der Führende im Slalom-Weltcup. Den Riesenslalom tags zuvor hatte Massimiliano Blardone aus Italien in 2:10,75 Minuten vor Mölgg (2:10,84) und Kombinations-Olympiasieger Ted Ligety aus den USA (2:10,92) gewonnen.



Scholz unzufrieden

Nach dem Ausfall des bis dahin hervorragend fahrenden Alois Vogl (Zwiesel) im ersten Slalom-Lauf war der deutsche Cheftrainer Christian Scholz mit der Ausbeute des Wochenendes alles andere als glücklich. "Mit den Ergebnissen bin ich nicht zufrieden", betonte er. Versöhnlich stimmten ihn nur "die Teilzeiten", ergänzte Scholz. So war der erst mit Nummer 29 gestartete Vogl erkennbar auf dem Weg zu einer Spitzenplatzierung, ehe auch er im Steilhang schwer patzte und ausschied.

Die beiden deutschen Slalom-Läufer klammerten sich deshalb an Details. "Es hat endlich mal wieder richtig Spaß gemacht", betonte Vogl, der in Bad Kleinkirchheim wenigstens seine lähmende Suche nach dem besten Material erfolgreich beendete. So ein Ausfall, beruhigte der 35-Jährige, "kann schon mal passieren." Auch Neureuther glaubt, bessere Platzierungen seien nur noch eine Frage der Zeit: "Ich weiß, ich bin dabei."

© SID

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