Ski alpin Weltcup: Neureuther verpasst Podium im Nachtslalom knapp

Ski alpin Weltcup
Neureuther verpasst Podium im Nachtslalom knapp

Nach Rang vier im ersten Lauf fiel Felix Neureuther beim Nachtslalom in Schladming im zweiten Durchgang auf Platz fünf zurück. Es siegte Mario Matt vor Jean-Baptiste Grange und Manfred Mölgg.

Trotz einer guten Ausgangsposition nach dem ersten Durchgang hat Felix Neureuther beim Nachtslalom in Schladming/Österreich das Podium knapp verpasst. Der 23 Jahre alte Partenkirchener erreichte vor knapp 50 000 Zuschauern bei schwierigsten Bedingungen auf der legendären "Planai" den fünften Rang und somit schon zum vierten Mal in diesem Winter eine Top-Sechs-Platzierung in einem Torlauf. Neureuther behauptete dadurch auch seinen vierten Rang in der Slalom-Wertung.

Neureuther verpasste seinen dritten Podestplatz der Saison in einer Gesamtzeit von 1:44,00 Minuten um 46 Hundertstelsekunden. "Ich bin absolut happy mit diesem Ergebnis. Ich wollte einfach nur durchkommen und punkten - und das habe ich geschafft", sagte der beste deutsche "Stangentänzer" nach seinem wilden Ritt über einen der schwierigsten Hänge im Weltcup. Neureuther war als Vierter ins Finale gegangen und musste nur noch einen Läufer passieren lassen.

Ganz oben stand erneut ein Österreicher: Mario Matt bescherte der Alpenrepublik den 700. Weltcup-Triumph. Der Weltmeister fuhr in einer Gesamtzeit von 1:42,84 Minuten zu seinem zehnten Erfolg und verwies Jean-Baptiste Grange aus Frankreich (0,64 Sekunden zurück) sowie Manfred Mölgg (Italien/0,65) auf die Plätze. Vierter wurde Ted Ligety (USA/0,70) vor Neureuther, der 1,16 Sekunden Rückstand hatte.

Grange weiter im "roten Hemd"

Grange behielt das "rote Hemd" des Slalom-Besten mit jetzt 456 Punkten vor Matt (305). Neureuther hat nur 21 Zähler Rückstand auf den Österreicher. "Etwas Geileres als Schladming gibt es nicht", sagte er angesichts der gewaltigsten Kulisse im Ski-Zirkus: "Ich hatte schon vor dem Finale eine Gänsehaut, die auch während des Fahrens nicht mehr wegging."

Allerdings verlief das Rennen zumindest im ersten Lauf hart an der Grenze zur Regularität. "Die Piste ist regelrecht zerfallen. Es tut uns allen leid, aber es kann keiner etwas dafür", sagte Günter Hujara, Renndirektor des Weltverbandes FIS. Regen vor und starker Schneefall während des Rennens hatten die Strecke aufgebrochen, die Auflage zerbröselte zu "losem Gries", wie es Hujara formulierte.

In der Pause zwischen den Durchgängen wurde es etwas kälter, die Niederschläge ließen nach, und die Piste wurde etwas härter - Matt war somit ein würdiger Sieger. "Es war eine total schwere Fahrt, aber mir ist trotzdem das Optimale gelungen", sagte er über seinen Sieg, der ihn um 27 500 Euro Preisgeld reicher machte. Sein Teamkollege Benjamin Raich behauptete mit Rang acht die Führung im Gesamtweltcup.

Keine Lichtblicke bei Vogl und Dopfer

Für die beiden weiteren deutschen Starter lief es nicht nach Wunsch. Alois Vogl (Zwiesel) verpasste den zweiten Durchgang als 46. des ersten Laufs. Die nach starken Regenfällen aufgebrochene Piste ließ dem Routinier keine Chance mehr auf eine gute Zeit, Vogl hatte indiskutable 6,68 Sekunden Rückstand auf Platz eins. Fritz Dopfer (Garmisch) schied aus.

Neureuther hatte bereits im ersten Lauf überzeugt. Auf dem sehr schwierigen Hang mit bis zu 52 Grad Gefälle wählte er mit einer eher verhaltenen Fahrt genau die richtige Taktik. "Die Piste hatte schon extrem nachgelassen, als ich als Vierter startete. Es war verdammt schwierig, weil der Schnee brutal gebrochen war. Deshalb habe ich nicht so viel riskiert, und das hat sich ausgezahlt", meinte er. Im zweiten Durchgang wollte er "voll angreifen und richtig Gas geben", meinte Neureuther vor dem Finale - und er hielt Wort.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%