Ski alpin Weltcup
Pärson siegt vor Vonn und Riesch

Bei der Weltcup-Abfahrt in St. Moritz hat Maria Riesch einen starken dritten Platz belegt. Nur die Schwedin Anja Pärson und die US-Amerikanerin Lindsey Vonn waren schneller als die Partenkirchenerin.

Für den ersten Saisonsieg hat es für Maria Riesch nicht gereicht, aber dennoch kann sich die Ski-Rennläuferin über ein weiteres Spitzenergebnis im Weltcup freuen. Bei der Abfahrt in St. Moritz/Schweiz belegte die Partenkirchenerin den dritten Rang und erreichte damit das beste deutsche Resultat in dieser Disziplin, seit sie am 1. Dezember 2006 im kanadischen Lake Louise gewonnen hatte. Schneller als Riesch (1:39,65 Minuten) waren die Schwedin Anja Pärson, die in 1:39,32 zu ihrem ersten Saisonsieg fuhr, sowie Lindsey Vonn aus den USA (1:39,40).

"Ich bin richtig glücklich. Ein Platz auf dem Podium ist immer ein tolles Erlebnis", sagte Maria Riesch lächelnd über ihre zweite Podest-Fahrt in dieser Saison nach dem zweiten Rang beim Super-G von Lake Louise. Die wichtigste Erkenntnis für die schon zweimal so schwer verletzte Athletin: "Ich hatte während des Rennens ein sehr gutes Gefühl. Es ist wieder so wie es früher war - dass ich in der Abfahrt und im Super-G super fahre."

Pärson war in 1:39,32 Minuten nur 0,33 Sekunden schneller als Maria Riesch. Vonn hatte 0,08 Sekunden Rückstand auf die Schwedin, die ihren 36. Weltcup-Sieg feierte - und in der ewigen Bestenliste mit der Vierten Katja Seizinger gleichzog. Das deutsche Glück wurde überraschend von der Oberstdorferin Gina Stechert komplettiert, die als Zwölfte so gut war wie nie in einer Abfahrt und ihr zweitbestes Weltcup-Ergebnis bejubelte. "Das tut gut", meinte die 20-Jährige.

Für Riesch entpuppt sich die anspruchsvolle Corviglia-Piste im Schweizer Nobel-Skiort immer mehr als Glücksfall. Bei ihrem dritten Start in einem Speed-Rennen im Olympia-Städtchen von 1928 und 1948 wurde sie zum dritten Mal Dritte. "Die drei ist hier die magische Zahl für mich", sagte sie: "Es ist schön, wenn man einen Ort hat, wo man immer vorne dabei ist. Das ist gut für den Kopf."

Riesch: "Bin gut in Form

Der spielte bei schwierigen Sichtverhältnissen zuletzt nicht immer mit bei Riesch, im sonnigen St. Moritz fuhr sie aber völlig unbeschwert zu Tal. Schon beim Super-G am Sonntag erwartet sie von sich weitere Großtaten. "Ich bin gut in Form und mag den Schnee hier sehr gerne. Ich versuche, die nötige Coolness zu wahren und peile die Top Fünf an", sagte Riesch.

Frauen-Cheftrainer Mathias Berthold schätzt Riesch "im Super-G derzeit noch einen Tick besser ein als in der Abfahrt". Für den DSV ist Rieschs starke Phase umso wichtiger, ist sie doch die einzige Deutsche, die im Speed-Bereich zur Weltelite zählt. Bereits in der ersten Abfahrt hatte sie in Lake Louise als Vierte geglänzt. "Dass es so gut läuft, hätte ich selbst nicht erwartet", meinte Riesch.

© SID

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