Ski alpin Weltcup
Pärson triumphiert beim Riesenslalom in Lienz

Anja Pärson hat im österreichischen Lienz ihren ersten Weltcup-Riesenslalom der Saison gewonnen. Die Schwedin siegte vor Nicole Hosp und Tina Maze, Martina Ertl-Renz belegte als beste Deutsche Rang neun.

Beim vierten Weltcup-Riesenslalom des Olympia-Winters hat die schwedische Rennläuferin Anja Pärson ihren dritten Saisonsieg gefeiert. Im österreichischen Lienz triumphierte die 24 Jahre alte Gesamtweltcupsiegerin in 2:09,94 Minuten vor der Österreicherin Nicole Hosp (2:10,15) und Tina Maze (2:10,34) aus Slowenien. Für Pärson war es der erste Erfolg im Riesenslalom seit Oktober 2004.

"Ich bin auf dem Weg nach oben"

Martina Ertl-Renz (Lenggries) zeigte auf dem technisch anspruchsvollen Schlossberg aufsteigende Tendenz. Nach zuletzt enttäuschenden Resultaten belegte die 32-Jährige (2:11,31) Rang neun, nachdem sie bei ihren sechs Rennen zuvor nie besser als auf Rang 17 platziert war. "Ich denke, ich bin auf dem Weg nach oben", betonte Ertl-Renz nach ihrem drittbesten Saisonresultat.

In Lienz fuhr Ertl-Renz erstmals seit dem 3. Dezember, als sie bei einem Super-G im kanadischen Lake Louise ausgezeichnete Vierte geworden war, eine Platzierung unter den ersten Zehn heraus. Ohne einen dicken Patzer im zweiten Lauf wäre sogar noch mehr drin gewesen. "Wenn ich mit so einem Fehler noch Neunte werde, dann ist das auf alle Fälle eine Steigerung im Vergleich zu letzter Woche", sagte Ertl-Renz - in der vergangenen Woche nur 22. und 27. in Spindleruv Mlyn/Tschechien.

Pärson erklimmt die Spitzenpositionen

Von einem Platz auf dem Siegerpodest ist die Deutsche knapp eineinhalb Monate vor Beginn der Olympischen Winterspiele aber noch ein Stück entfernt. Umso souveräner tritt nach großen Formschwankungen zu Saisonbeginn nun Anja Pärson auf: Durch den Erfolg bei leichtem Schnefall übernahm die Skandinavierin die Führung im Gesamt- sowie im Riesenslalom-Weltcup.

Neben Martina Ertl-Renz (2:11,31) holten auch Anja Blieninger (Altenau/2:13,11) als 27. und Annemarie Gerg (Lenggries/2:11,33) als 29. noch Weltcup-Punkte. Gerg gelang dies außerdem unter erschwerten Bedingungen. Die zuletzt beste deutsche Ski-Rennläuferin hatte erst am Dienstag im Training einen Trümmerbruch des linken Daumens erlitten und wirkte gehandicapt. "Ich bin ganz schön am Ende. Der Daumen tobt", sagte die 30-Jährige und bekannte: "Den zweiten Lauf habe ich total verbremst."

Trainer Markus Anwander hatte Gerg am Dienstag aus Osttirol nach Bad Reichenhall chauffiert, wo ihr eine spezielle Manschette zum Schutz für die lädierte linke Hand angefertigt wurde. Erst weit nach Mitternacht waren die beiden nach Lienz zurückgekehrt. "Ich habe nicht so gut geschlafen", gestand Gerg wenig überraschend am Morgen danach. Im Rennen selbst verspürte sie nach eigenem Bekunden "keine Schmerzen" - völlig frei wie zuletzt aber war sie auch nicht, vor allem aus Sorge, sich den Daumen anzuschlagen.

Noch vor Gerg platzierte sich Anja Blieninger (Altenau), die damit im zweiten Riesenslalom nacheinander zu Weltcup-Punkten fuhr. Die 24 Jahre alte Sportsoldatin war dennoch unzufrieden: "Momentan passieren da einfach noch zu viele Fehler auf dem Weg von oben nach unten." Eine Olympia-Qualifikation ist für Blieninger derzeit nicht in Reichweite - ihr Ticket für Turin haben sind bislang nur Martina Ertl-Renz, Annemarie Gerg und Petra Haltmayr (Rettenberg) gelöst.

© SID

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