Ski alpin Weltcup
Petra Haltmayr bei Pärson-Sieg in Cortina Fünfte

Gutes Ergebnis für die deutsche Olympia-Teilnehmerin Petra Haltmayr beim Super-G im italienischen Cortina d´Ampezzo. Die 30-Jährige kam auf den fünften Platz ins Ziel. Den Sieg sicherte sich die Schwedin Anja Pärson.

Petra Haltmayr hat genau zwei Wochen vor der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Turin für einen Lichtblick bei den zuletzt heftig gebeutelten deutschen Ski-Rennläuferinnen gesorgt. Beim Weltcup-Super-G in Cortina d´Ampezzo/Italien behielt die 30-jährige Allgäuerin den Durchblick und fuhr beim bereits fünften Saisonsieg der Schwedin Anja Pärson auf einen beachtlichen fünften Rang. "Endlich mal wieder ein gutes Rennen, das tut so gut", sagte Haltmayr und ballte nach den jüngsten Enttäuschungen erleichtert und zufrieden beide Fäuste.

Auch zu ihrer eigenen Überraschung schien Haltmayr bestens gewappnet für die widrigen Bedingungen im Olympiaort von 1956. "Es ist schon komisch. Immer, wenn es schneit, fahre ich gut", staunte sie. Ähnlich waren die Verhältnisse Mitte Dezember gewesen, als im französischen Val d´Isere eine Abfahrt nach heftigen Schneefällen auf einer weichen Neuschneepiste ausgtrugen wurde. Haltmayr hatte damals Rang vier belegt und sich direkt für Olympia qualifiziert, danach war sie in Abfahrt oder Super-G nicht einmal mehr unter die ersten Zehn gefahren.

Gefühlvolles Skifahren gefragt

Auf der "Olimpia delle Tofane" war am Freitag gefühlvolles Skifahren gefragt. "Man durfte nicht zu weich und nicht zu hart fahren", sagte Haltmayr. Die beste Mischung fand Anja Pärson: Die Gesamtweltcupsiegerin gewann in 1:16,75 Minuten überlegen vor Julia Mancuso (1:17,09) und Lindsey Kildow (1:17,53/beide USA). Damit hat die 24 Jahre alte Schwedin im zweiten Jahr hintereinander alle vier Einzeldisziplinen im Weltcup gewonnen, was zuvor noch keiner Läuferin gelungen war.

Janica Kostelic (Kroatien) belegte im Schneetreiben Rang vier und behauptete damit ihre Führung im Gesamtweltcup mit 1 208 Punkten vor der Österreicherin Michaela Dorfmeister (970), die nach ihren zwei Siegen und ihrem Beinahe-Unfall in der vergangenen Woche in St. Moritz diesmal nur auf Rang neun landete. Ohnehin hatten die Österreicherinnen keinen guten Tag erwischt. Erstmals in dieser Saison fuhren sie bei einem Rennen in einer der beiden schnellen Alpin-Disziplinen (Abfahrt, Super-G) nicht aufs Siegerpodest.

Haltmayr verpasst Podest-Platzierung nur knapp

Haltmayr verpasste die erste Podest-Platzierung der DSV-Damen in diesem Winter um 0,31 Sekunden, war aber dennoch zufrieden. "In St. Moritz war ich schon gut unterwegs", betonte sie - beim Super-G im Schweizer Nobelort war sie eine Woche zuvor am letzten Tor vorbeigefahren. Diesmal blieb sie konzentriert bis ins Ziel und atmete mit einem Lächeln auf den Lippen durch. "Ich wusste ja, dass ich gut Skifahren kann. Die Form stimmt auch, ich muss es halt nur bis ins Ziel runterbringen", sagte Haltmayr.

Eine kleine Verbesserung wollte auch Martina Ertl-Renz bei sich erkannt haben. Die Lenggrieserin belegte 1,94 Sekunden hinter Siegerin Pärson Rang 17. "Ich war immer ein bisschen zu spät dran. Aber es war ein bisschen besser als zuletzt", behauptete sie. Nicht in den Punkterängen landeten die Teamkolleginnen. Isabelle Huber (Ruhpolding) kam nur auf Rang 37 (3,07 Sekunden zurück) und kann sich damit nur noch bei der Abfahrt in Cortina am Samstag für Olympia qualifizieren. Stefanie Stemmer (Rottach-Egern) belegte Rang 43 (3,88).

© SID

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