Ski alpin Weltcup
Platz zwei reicht Vonn für Abfahrts-Kugel

Mit einem zweiten Platz im kanadischen Whistler hat sich die US-Amerikanerin Lindsey Vonn den Abfahrts-Weltcup gesichert. Siegerin auf der Olympiastrecke wurde Nadia Styger.

Es war ein Bild des Jammers: Maria Riesch stand am Rande der Strecke, schlug sich mit der flachen Hand auf den Helm und schrie ihren Frust hinaus. Bei der Generalprobe für den Abfahrtslauf bei den Olympischen Spielen 2010 schied die Partenkirchenerin schon zum wiederholten Mal in diesem Winter in aussichtsreicher Position aus. Deutschlands beste Ski-Rennläuferin stürzte bei der Weltcup-Abfahrt im kanadischen Whistler Mountain in Sichtweite des Ziels, blieb bei ihrem Ausritt aber unverletzt.

Mit Tränen der Wut in den Augen trauerte Maria Riesch hernach im Ziel einer weiteren vergebenen Großchance im harten Kampf um den Gesamtweltcup hinterher. "Das ist einfach enttäuschend. Jetzt habe ich schon wieder so viele Punkte liegen lassen", sagte sie. Es war im 29. Rennen dieser Saison der siebte Ausfall - und der dritte in einer Abfahrt. Bei neun noch ausstehenden Wettbewerben hat Riesch nun 182 Punkte Rückstand auf Freundin Lindsey Vonn (USA), die sich in Whistler schon mal den Abfahrtsweltcup holte.

Schnellste auf "Franz's Run", wo im Februar in zwei Jahren auch der olympische Abfahrtslauf ausgetragen wird, war jedoch Nadia Styger aus der Schweiz (1:45,30 Minuten), die zu ihrem vierten Sieg im Weltcup fuhr. Nur eine Hundertstelsekunde dahinter landete Vonn, die zwei Abfahrten vor dem Saisonende als erste US-Siegerin einer kleinen Kristallkugel seit Picabo Street (1996, ebenfalls Abfahrt) feststeht. Rang drei bei der Olympia-Probe belegte Julia Mancuso (USA/0,19 Sekunden zurück).

Riesch hatte wieder einmal alle Chancen, zumindest auf dem Siegertreppchen zu stehen. Nach hervorragender Zwischenzeit verlor sie aber in einer Linkskurve fünf Sekunden vor der Zieldurchfahrt die Kontrolle über ihren rechten Ski. "Ich habe auf einmal einen Schlag bekommen, und dann war ich auch schon weg", berichtete sie. Wie ein "Spiegelbild der ganzen Saison", sei dieses Rennen, klagte sie im ersten Frust. Im Februar hatte sie bei der Abfahrt von St. Moritz durch einen Torfehler den sicheren Sieg verschenkt.

Schwacher Trost für Riesch: Die Chancen für Olympia in zwei Jahren stehen so schlecht nicht, "Franz's Run", so hatte sie auch zuvor schon betont, "liegt mir". Raum für Verbesserungen bleibt - auch für Gina Stechert: Die Oberstdorferin, zweite Starterin neben Riesch, holt auf Rang 23 immerhin Weltcup-Punkte.

© SID

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