Ski alpin Weltcup
Poutiainen die Schnellste im Stangenwald

Tanja Poutiainen hat den alpinen Weltcup-Slalom in Zagreb gewonnen. Die Finnin schnappte der zur Halbzeit führenden Marlies Schild den Sieg durch einen starken zweiten Lauf weg.

Durch einen starken Auftritt im zweiten Durchgang hat sich Tanja Poutiainen aus Finnland den Sieg beim Slalom-Weltcup im kroatischen Zagreb gesichert. Die Finnin fuhr Laufbestzeit und verdrängte damit die Österreicherin Marlies Schild, die nach dem ersten Durchgang geführt hatte. Poutiainen (1:52,83 Minuten) hatte im Ziel 52 Hundertstel Vorsprung auf Schild (1:53,35), Dritte wurde Veronika Zuzulova (1:53,51/68 Hundertstel zurück) aus der Slowakei.

Glück im Unglück für Maria Riesch

Maria Riesch (Partenkirchen) schied im zweiten Lauf nach glänzender Zwischenbestzeit nach einem "Einfädler" aus und blieb ohne Weltcuppunkte. "Das war Sch....", fluchte sie. Doch beim spannenden Dreikampf um den Gesamtweltcup hatte die beste deutsche Ski-Rennläuferin am Ende noch Glück im Unglück: Auch Nicole Hosp aus Österreich schied im zweiten Lauf aus.

Zehn Rennen vor dem Saison-Kehraus liegt Titelverteidigerin Hosp nun mit 983 Punkten weiter gleichauf mit Lindsey Vonn (USA), die auf einen Start beim mit 270 000 Euro Preisgeld dotierten Rennen um den "Pokal der Schneekönigin" verzichtet hatte. Maria Riesch ist Dritte (881), vergab am frühen Abend auf der Flutlicht-Piste Crveni Spust allerdings die Chance, ihren Rückstand zu verringern. Bei der Olympia-Generalprobe in Whistler Mountain geht die Aufholjagd in der kommenden Woche mit zwei Rennen (Abfahrt/Super-Kombi) weiter.

Bergmann beste Deutsche, Chmelar lässt aufhorchen

Trotz der "Nullnummer" von Riesch war die Mannschaft des Deutschen Skiverbandes (DSV) mit vier Läuferinnen in den Punkten gut vertreten, eine Top-Platzierung aber fehlte diesmal. Beste Chancen besaß Monika Bergmann (Lam), die allerdings im zweiten Lauf von Rang sechs auf Rang zehn zurückfiel. Die Bayerwäldlerin war damit die beste Deutsche vor Fanny Chmelar (Partenkirchen), die sich immerhin von Rang 19 auf Rang 13 verbesserte und damit ihr bestes Resultat in dieser Saison erzielte. Susanne Riesch (Partenkirchen) und Carolin Fernsebner (Ramsau) belegten die Ränge 16 und 23.

Siegerin Poutiainen, die 60 000 Euro des Preisgeldes erhielt, profitierte derweil von einem höchst seltenen Aussetzer von Marlies Schild: Die Österreicherin verschenkte den vierten Saisonsieg mit einem schweren Fehler in Sichtweite des Ziels. Für Poutiainen war es der erste Sieg im Weltcup seit ihrem Erfolg in Zwiesel (Riesenslalom) vor gut einem Jahr. Schild ist nach dem Ausfall von Hosp dem Slalom-Gesamtsieg näher gekommen.

Vier weitere deutsche Läuferinnen verfehlten in Zagreb den zweiten Lauf. Nach dem Ausscheiden von Nina Perner (Karlsruhe) waren drei deutsche Talente zu langsam: Katharina Dürr fuhr nur auf Rang 35. Ihre erst 17 Jahre alte Schwester Lena (beide Germering) kam bei ihrem Weltcup-Debüt auf Rang 40. Monika Springl (Schellenberg) war auf Rang 38 nach dem ersten Lauf zu langsam für die Entscheidung der besten 30.

© SID

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