Ski alpin Weltcup
Rahlves behält im Nebelrennen den Durchblick

In der durch Nebel beeinträchtigten Weltcup-Abfahrt in Beaver Creek setzte sich der Amerikaner Daron Rahlves knapp vor seinem Landsmann Bode Miller durch. Platz drei ging an Johann Grugger aus Österreich.

Bei widrigen äußeren Bedingungen hatte Daron Rahlves die besten Nerven. Der Skiläufer den USA hat die zweite Weltcup-Abfahrt des Olympia-Winters im amerikanischen Beaver Creek gewonnen. In einem durch Nebel beeinträchtigten Rennen siegte der 32 Jahre alte Vize-Weltmeister auf der verkürzten WM-Piste von 1999 vor seinem wiedererstarkten Landsmann Bode Miller. Rang drei belegte der Österreicher Johann Grugger. Deutsche Läufer waren erneut nicht am Start.

"Ich hatte Angst, dass das Rennen gar nicht stattfinden würde", bekannte Rahlves nach seinem zehnten Weltcupsieg. Tatsächlich hatte eine schier unverrückbare Nebelbank im Mittelteil der ohnehin schon um 25 Fahrsekunden verkürzten Strecke "Birds of Prey" (Raubvögel) wiederholt für Unterbrechungen gesorgt hatte, ging es in der Endphase Schlag auf Schlag. Erst setzte sich Grugger in 1:37,71 Minuten deutlich vor die Konkurrenten, dann gelang Rahlves ein fast perfekter Lauf: In 1:13,37 lag er deutlich vor Miller (1:13,64), der in den letzten Rennen völlig von der Rolle gewesen war. "Das hat Spaß gemacht", verriet Miller: "Ich bin glücklich, Zweiter hinter Daron geworden zu sein."

Reichelt riskiert viel und scheidet aus

Um irreguläre Bedingungen wie beim Super-G zu reduzieren, war der Start der Abfahrt talwärts und die Streckenlänge damit verkürzt worden. Der Plan ging nur teilweise auf, immer wieder mussten Pausen eingelegt werden, weil vor allem im Mittelteil der anspruchsvollen Strecke Nebel die Sicht stark behinderte, zwischenzeitlich kam auch starker Wind dazu.

Vor allem die ersten zehn Läufer waren benachteiligt, weshalb sich unter anderem der mit der Nummer neun gestartete Österreicher Klaus Kröll beklagte: "Ich hab´ fast nicht das nächste Tor gesehen. Ich habe mich gewundert, warum wir überhaupt fahren. Im Mittelteil ist es einfach zu gefährlich." Erst ab Startnummer 15 waren Fahrten ohne große Beeinträchtigungen möglich, keinen Vorteil konnte daraus Hermann Maier (Österreich) ziehen, der nur Rang 16 belegte.

Der deutsche FIS-Renndirektor Günter Hujara hatte sich schon am Vortag, als Schneefall und böiger Wind den Super-G in eine Lotterie verwandelten, gegen die Kritik vieler Fahrer zur Wehr gesetzt. "Den Läufern muss klar werden, dass auch unter schwierigen Bedingungen gefahren werden kann." Vortagessieger Hannes Reichelt aus Österreich riskierte konsequenterweise erneut alles, musste den Mut zum Risiko diesmal mit einem Ausfall bezahlen.

© SID

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