Ski alpin Weltcup
Raich fährt dem Gesamtsieg entgegen

Benjamin Raich hat die Super-Kombination im norwegischen Kvitfjell in 2:21,22 Minuten vor dem Schweizer Silvan Zurbriggen (2:22,63) gewonnen. In der Gesamtwertung konnte der Österreicher seinen Vorsprung ausbauen.

Ski-Rennläufer Benjamin Raich hat die erfolgreiche Titelverteidigung im Gesamtweltcup vor Augen. Der Österreicher gewann die Super-Kombination im norwegischen Kvitfjell in 2:21,22 Minuten vor dem Schweizer Silvan Zurbriggen (2:22,63) und vergrößerte seinen Vorsprung im Kampf um die große Kristallkugel auf 117 Punkte vor dem Norweger Aksel Lund Svindal.

Der Norweger Aksel Lund Svindal sicherte sich bei seinen Heimrennen in Kvitfjell die kleine Kristallkugel für den Sieg im Kombinations-Weltcup, der erstmals an den besten alpinen "Zweikämpfer" vergeben wird. Der Gesamtweltcup, bislang die einzige und zudem ultimative Bestätigung für den besten Allrounder der Szene, droht dem 25 Jahre alten Doppelweltmeister von Are allerdings zu entgleiten.

Raich befindet sich seit den für ihn eher durchwachsenen Weltmeisterschaften in Are, wo er als Einzel-Starter nur Silber in der Super-Kombination sowie Gold mit der österreichischen Mannschaft gewann, in einer bestechenden Form. Fünf Saisonsiege kann außer ihm kein Läufer in dieser Saison vorweisen. Mit 28. Weltcupsiegen hat er den österreichischen Ski-"Kaiser" Franz Klammer bereits überholt und mit seinem Landsmann Stephan Eberharter (29) fast gleichgezogen.

Im Kampf um den Gesamtweltcup gibt sich Raich allerdings nach wie vor sehr zurückhaltend: "Noch ist nichts entschieden. Aksel gibt nicht auf", sagte der Doppel-Olympiasieger von 2006 (Riesenslalom und Slalom). Die Zurückhaltung hat gute Gründe: Von den sechs noch ausstehenden Rennen sind nur zwei in seinen Spezialdisziplinen. In Kvitfjell und beim Weltcup-Finale kommende Woche in Lenderheide in der Schweiz stehen noch je eine Abfahrt und ein Super-G an.

Svindal haderte indes mit der Entscheidung der Rennleitung, die Kombinations-Abfahrt auf der Olympia-Piste von 1994 wegen schlechten Wetters zu verkürzen. "Auf den 20 Sekunden, die fehlten, war ich im Training immer unter den Besten", sagte er.

Die beiden deutschen Läufer nutzten die Super-Kombination am Freitag lediglich als zusätzliches Training für die Spezialabfahrt am Samstag, enttäuschten aber dennoch: Stephan Keppler (Ebingen) kam nur auf Rang 50, Johannes Stehle (Obermaiselstein) fuhr gar nur auf Platz 59. Zum Slalom traten beide nicht mehr an.

© SID

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