Ski alpin Weltcup: Raich gewinnt Super-Kombination in Wengen

Ski alpin Weltcup
Raich gewinnt Super-Kombination in Wengen

Der Österreicher Benjamin Raich hat die Super-Kombination im Schweizer Wengen gewonnen. Nach Abfahrt und Slalom verwies Raich den Norweger Kjetil-Andre Aamodt und den Italiener Peter Fil auf die Plätze.

Einen Monat vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Turin hat sich der österreichische Ski-Rennläufer Benjamin Raich in prächtiger Form präsentiert. Raich entschied bei den Weltcup-Wettbewerben im Schweizer Wengen die Super-Kombination aus einem Abfahrts- und einem Slalomlauf in der Gesamtzeit von 2:38,46 Minuten für sich. Damit brachte der Österreicher seinen dritten Saisonsieg unter Dach und Fach.

Der Norweger Kjetil-Andre Aamodt belegte in 2:38,65 Rang zwei, Peter Fill aus Italien wurde in 2:38,78 Dritter. Andreas Ertl (Lenggries) schied nach einem Sturz bereits im Abfahrtslauf aus.

Raich wirkte nach seinem neuerlichen Erfolg allerdings etwas überrascht: "Besser kann es für mich nicht laufen, aber mit meiner Abfahrt war ich nicht zufrieden, ich bin schlecht gefahren. Und beim Slalom hatte ich Probleme, ans Limit zu gehen."

Miller disqualifiziert

Raich profitierte freilich auch von einem Missgeschick des Amerikaners Bode Miller. Der Gesamtweltcupsieger, der sich am Tag zuvor öffentlich für seine Äußerungen zu Fahrten in angetrunkenem Zustand entschuldigt hatte, kam mit der besten Gesamtzeit ins Ziel, wurde aber wegen eines Torfehlers nachträglich disqualifiziert. "Ich glaube, dass ich korrekt gefahren bin", behauptete Miller, freilich ohne Erfolg. Raich baute damit seinen Vorsprung im Gesamtweltcup aus - er liegt nun 217 Punkte vor Landsmann Michael Walchhofer.

Ohnehin läuft für den Österreicher alles nach Wunsch. Die Super-Kombination, im Weltcup erst im zweiten Jahr im Programm, wird die Kombination in der bekannten Form erst nach den Olympischen Winterspielen ablösen. In Turin fällt die Entscheidung noch in einem Abfahrtslauf und zwei Slalom-Durchgängen - was den Kombinations- und Slalom-Weltmeister Raich als passablen Abfahrer und ausgezeichneten Torläufer eher noch begünstigt. Zugleich geht er bei Olympia auch im Riesenslalom als Favorit an den Start.

Für Verblüffung sorgten in Wengen einmal die mehr die "Elche". Gleich fünf Norweger platzierten sich unter den ersten 10, darunter neben dem zweitplatzierten Aamodt auch Lasse Kjus als Siebter. Beide sind als notorische Medaillensammler bei Großereignissen bekannt und bei der Konkurrenz gefürchtet. Zumal gerade Kjus noch längst nicht in Form ist: Erst seit einer Woche ist er wieder im Weltcup dabei, zuvor hatte er einen vierwöchigen Urlaub in Spanien verbracht, um seine chronischen Atemwegsbeschwerden zu lindern.

© SID

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