Ski alpin Weltcup: Raich gewinnt Super-Kombination vor Schönfelder

Ski alpin Weltcup
Raich gewinnt Super-Kombination vor Schönfelder

Der Österreicher Benjamin Raich hat die Super-Kombination in Chamonix vor seinem Landsmann Rainer Schönfelder für sich entschieden. Nach der Kombinationsabfahrt hatte noch der Norweger Kjetil Andre Aamodt geführt.

Mit seinem Sieg in der aus Abfahrtslauf und Slalomlauf bestehenden Super-Kombination im Rücken fährt der Österreicher Benjamin Raich als Favorit auf die Goldmedaille in der alpinen Kombination zu den Olympischen Winterspielen in Turin. Im französischen Chamonix gewann Raich die dritte Super-Kombination dieses Winters und feierte damit seinen fünften Saisonsieg, den dritten in einer Kombinationswertung.

In 2:36,48 Minuten lag Raich deutlich vor seinem Landsmann Rainer Schönfelder (2:37,31) und Bode Miller aus den USA (2:37,47) und baute damit zugleich seine Führung im Gesamtweltcup aus. Mit 1 065 Punkten liegt er nun klar vor Landsmann Michael Walchhofer (820) und Titelverteidiger Miller (USA/748).

Raich Top-Favorit auf Olympia-Gold

"Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung, ich hatte heute sehr viel Spaß", sagte Raich. Als ausgezeichneter Slalomläufer ist der Österreicher bei Olympia sogar noch im Vorteil: Dort wird die Kombination in traditioneller Manier in einem verkürzten Abfahrtslauf und zwei Slalomläufen entschieden. Zwei der drei "Weltcup-Super-Kombis" hat Raich in diesem Winter gewonnen, dazu die nur noch in Kitzbühel ausgetragene klassische Kombination.

Sein ernsthaftester Konkurrent wird bei Olympia wohl Bode Miller sein. Der eigenwillige US-Amerikaner zeigte sich nach einem einwöchigen Golfurlaub in Dubai, für den er die zwei Weltcup-Rennen in Garmisch hatte sausen lassen, gut erholt, aber nicht zufrieden: "Ich bin auf dem Podest, aber meine Leistung hat nur in der Abfahrt gestimmt." Außerdem plagt Miller noch ein Problem, wie er scherzhaft erwähnte: "Nach so viel Golf sind meine Füße ein bisschen geschwollen. Ich komme zurzeit schlecht in meine Skischuhe hinein."

Hermann Maier kritisiert Super-Kombination

Österreichs Superstar Hermann Maier bezeichnet die neue Form des alpinen Zweikampfes aber als "nicht fair für die Abfahrer, weil die Abfahrtsstrecke zwar verkürzt wird, aber nicht der Slalom." Auch aus Protest verzichtete der "Herminator" auf seine Teilnahme am Slalom, nachdem er im Abfahrtslauf Rang drei hinter dem Norweger Kjetil Andre Aamodt (am Ende 8.) und Bruno Kernen aus der Schweiz belegt hatte. Auch Kernen fehlte beim Slalom: Er wurde mit Verdacht auf eine Meniskusverletzung ins Krankenhaus im Schweizer Sion geflogen.

© SID

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