Ski alpin Weltcup
Raich setzt Ausrufezeichen im Riesenslalom

Beim Riesenslalom-Weltcup im slowenischen Kranjska Gora hat der Österreicher Benjamin Raich seinen ersten Sieg in der Olympia-Saison gefeiert. Der an der Hand verletzte Felix Neureuther verpasste den Finaldurchgang.

Der Österreicher Benjamin Raich hat den Riesenslalom-Weltcup im slowenischen Kranjska Gora gewonnen und im Olympiawinter ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Mit genau einer Sekunde Vorsprung gelang Raich in 2:22,46 Minuten ein überlegener Sieg vor dem Italiener Massimiliano Blardone (2:23,46) und dem Kanadier Thomas Grandi (2:23,61). Felix Neureuther (Partenkirchen) verpasste gehandicapt durch eine Handverletzung den Finaldurchgang und belegte Rang 45.

"Das war extrem schwierig, kaum Bodensicht, das war beinharte Arbeit", sagte der abgekämpfte Raich, der einen kuriosen Trend in der Olympia-Saison fortsetzte: Im 14. Rennen war er bereits der zwölfte Sieger. Nur Michael Walchhofer (Österreich) und Giorgio Rocca (Italien) gewannen je zweimal. Im Gesamtweltcup trennen nicht einmal 100 Punkte den weiterhin führenden Bode Miller (USA/442 Punkte) und den achtplatzierten Erik Guay (Kanada/344).

17. Weltcupsieg für Raich

Raich holte seinen 17. Weltcupsieg bei schwierigen Bedingungen auf der Piste "Podkoren 3" in überlegener Manier. Als Führender nach dem ersten Lauf brachte er in 2:22,46 Minuten seinen Vorsprung auf Blardone (2:23,46) und Grandi (2:23,61) in souveräner Manier ins Ziel. Hermann Maier (Österreich), Zweitplatzierter nach dem ersten Durchgang und bestens unterwegs, flog kurz vor dem Ziel spektakulär in die Fangzäune, blieb aber unverletzt.

Felix Neureuther verpasste mit der hohen Startnummer 53 den Einzug in den Finaldurchgang, hatte sich aber auch viel zugemutet angesichts der eine Woche zuvor zugezogenen Knochenabsplitterung in der rechten Hand. "Im Nachhinein war´s blöd, hier zu fahren", räumte der 21 Jahre alte Partenkirchner ein: "Ich wusste gar nicht, wie ich meinen Stock halten soll."

Neureuther will auch im Slalom ran

Die Verletzung hemmte Neureuther klar erkennbar, "der ganze Bewegungsablauf hat nicht mehr gestimmt". Die Folge: nur Rang 45 (1:15,50), Finale um 1,58 Sekunden verpasst. Trotz des Handicaps will er aber auch im Slalom am Donnerstag starten: "Wenn man es nicht probiert, weiß man nicht, was rauskommt. Außerdem ist danach Pause, da kann ich die Hand auskurieren."

Die eisige und ruppige Piste tat ein Übriges, Neureuther und seine Kollegen vor der kurzen Weihnachtspause noch einmal extrem zu forden. "Das war ein Kampfrennen", gestand Hermann Maier: "Man mussste die letzten Reserven vor den Weihnachtskeksen rausholen." Ihm selbst gingen die Reserven erstaunlicher Weise aus: "Ich hatte keine Kraft mehr", sagte er nach seinem Sturz.

© SID

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