Ski alpin Weltcup
Reichelt mit Überraschungssieg in Beaver Creek

Beim Weltcup-Super-G in Beaver Creek hat der Österreicher Hannes Reichelt den Sieg eingefahren. Der 26-Jährige verwies in 1:17,33 Minuten den Kanadier Erik Guay und seinen Landsmann Matthias Lanzinger auf die Plätze.

Der Österreicher Hannes Reichelt sich beim Weltcup-Super-G im US-amerikanischen Beaver Creek überraschend den Sieg geholt. Der 26-Jährige feierte bei widrigen äußeren Bedingungen den ersten Erfolg seiner Karriere. Bei Schneefall und böigem Wind kam Reich auf eine Zeit von 1:17,33 Minuten.

Mit einer mutigen Fahrt trotzte Reichelt den Elementen, fand allerdings auf der technisch anspruchsvollen Piste "Birds of Prey" auch bessere Bedingungen vor als die meisten der Konkurrenten. Die später gestarteten Favoriten wie Hermann Maier (Österreich), der am Ende Achter wurde, oder der ausgeschiedenen Bode Miller (USA) waren im Kampf um die vorderen Plätze dagegen praktisch chancenlos.

Deutsche gingen nicht an den Start

Der mit Startnummer sieben gestartete Reichelt lag im Ziel 0,04 Sekunden vor dem Kanadier Erik Guay, weitere 0,12 Sekunden dahinter landete Matthias Lanzinger aus Österreich, als Fünfter ins Rennen gegangen, auf Rang drei. Zum viertplatzierten Aksel Lund Svindal (Norwegen), der am Sonntag den ersten Super-G der Saison gewonnen hatte, klaffte bereits eine Lücke von einer weiteren halben Sekunde. Deutsche Läufer waren nicht am Start.

Von einem regulären Rennen war der Super-G auf der WM-Strecke von 1999 allerdings weit entfernt. Konstanter Schneefall sorgte für widrige Sichtverhältnisse, böiger Wind machte den Läufern zusätzlich das Leben schwer. Bruno Kernen, früherer Abfahrtsweltmeister aus der Schweiz, bedachte nach seinem Ausscheiden die Jury um den deutschen Renndirektor Günter Hujara mit höhnischen Applaus.

"Ich habe auch schlimme Böen erwischt"

Der gescheiterte Christoph Gruber aus Österreich tippte sich bei seiner Ankunft im Zielraum mit dem Finger an den Helm. "Am Start oben sind Böen, das ist teilweise gefährlich", sagte er erbost. Sein siegreicher Landsmann sah es erwartungsgemäß etwas gelassener: "Ob´s regulär ist oder nicht, müssten sie vor dem Rennen entscheiden. Ich habe auch schlimme Böen erwischt, aber trotzdem voll riskiert."

Zu den Leidtragenden gehörte auch der ohnehin formschwache Bode Miller. Der amtierende Gesamtweltcup-Sieger scheiterte wie viele der Konkurrenten an einer Schlüsselstelle des Kurses nach 40 Fahrsekunden - womöglich ein weiterer Grund für ihn, dem Ski-Rennsport demnächst den Rücken zu kehren. Bereits vor dem Rennen hatte Miller erklärt, er habe schon im vergangenen Winter vor dem Rücktritt gestanden und finde auch derzeit nicht die richtige Einstellung: "Meine Motivation ist nicht so, wie sie sein könnte."

© SID

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