Ski alpin Weltcup
Rienda Contreras in Ofterschwang nicht zu schlagen

Maria Jose Rienda Contreras hat sich in den Favoritenkreis für den olympischen Riesenslalom gefahren. In Ofterschwang siegte die Spanierin vor der Schwedin Anja Pärson und der Österreicherin Kathrin Zettel.

Maria Jose Rienda Contreras hat in Ofterschwang im Allgäu den letzten Weltcup-Riesenslalom vor den Olympischen Winterspielen für sich entschieden. Die Spanierin verwies in 2:19,52 Minuten die Schwedin Anja Pärson (2:20,16) und die Österreicherin Kathrin Zettel (2:20,36) klar auf die Plätze.

Formtief der DSV-Starterinnen

Derweil sind die Olympischen Winterspiele für Anja Blieninger bereits eine Woche vor der Eröffnungsfeier beendet, ihre Teamkolleginnen kämpfen zudem weiter gegen ein Formtief an: Beim Sieg der Spanierin Maria Jose Rienda Contreras musste der Deutsche Skiverband (DSV) gleich mehrere Rückschläge hinnehmen. Schon am Vormittag verabschiedete sich Anja Blieninger nach einem schweren Sturz beim Einfahren von ihrem Olympia-Traum, am Nachmittag fuhr das verbliebene Quintett weit hinter den Spitzenrängen her.

Allen voran Martina Ertl-Renz stellt Cheftrainer Wolfgang Maier vor ein "Rätsel". Die erfahrenste DSV-Starterin kam nicht über Platz 21 hinaus und gründet ihre Medaillenhoffnungen nun alleine auf längst vergangene Ereignisse. Bereits vor den Winterspielen 2002 in Salt Lake City schien für die Lenggrieserin ein Platz auf dem Podium außer Reichweite. Damals überraschte sie die Konkurrenz jedoch mit Bronze in der Kombination.

"Martina hatte das schon oft, dass sie vor Großereignissen in einem Tief steckte", sagte Maier: "Doch als es dann galt, kam sie zurück." Beim letzten Weltcup-Riesenslalom vor Olympia 2002 war sie in Berchtesgaden nicht einmal ins Finale gekommen. Trotz des etwas besseren Resultats von Ofterschwang wiegen die Probleme in diesem Winter aber offenbar schwerer. "Ich habe keine Lösung parat", sagte Ertl-Renz: "Mir fehlen Lockerheit und Timing. Es geht einfach nicht."

"Bitterer Rückschlag für die Mannschaft"

Das galt auch für die Olympia-Pläne von Anja Blieninger nach ihrem Malheur beim Einfahren für das Rennen. In einer Bodenwelle verlor die 24-Jährige das Gleichgewicht und stürzte so unglücklich, dass sie sich eine Schädelprellung und Gesichtsabschürfungen zuzog und die rechte Hand brach. Zur Olympia-Absage führte aber laut Teamarzt Johannes Fuchs "ein knöcherner Bandausriss vom Halswirbel seitlich zum Hinterkopf, der sechs Wochen Ruhigstellung erfordert". Coach Maier sprach von einem "weiteren bitteren Rückschlag für die Mannschaft", die nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Hilde Gerg und Maria Riesch schon die dritte Starterin für Olympia verlor.

Umso heftiger trifft den Trainer das Formtief von Ertl-Renz, "weil wir sie gerade jetzt als Galionsfigur bräuchten. Aber Jammern hilft uns jetzt auch nicht weiter". Bis zum ersten Rennen bei den Winterspielen, der Abfahrt am 15. Februar in San Sicario, bleibt nur noch wenig Zeit, den großen Rückstand auf die Konkurrenz aufzuholen. 3,07 Sekunden fehlten Ert-Renz auf Rienda Contreras.

Freude bei Hölzl und Fernsebner

Grund zur Freude hatten zwei Nachwuchsfahrerinnen des DSV. Kathrin Hölzl (Bischofswiesen) feierte ihr bestes Weltcup-Resultat mit Rang 23, Caroline Fernsebner (Ramsau) fuhr als 26. erstmals in die Punkte. "Das sind Highlights", sagte Maier, "das beweist, dass wir eine Perpektive haben." Annemarie Gerg (Lenggries) kam auf Rang 29, Veronika Staber (Samerberg) verpasste das Finale als 37. klar.

© SID

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