Ski alpin Weltcup: Rienda-Contreras und Pärson teilen Weltcup-Sieg

Ski alpin Weltcup
Rienda-Contreras und Pärson teilen Weltcup-Sieg

Beim Weltcup-Riesenslalom in Ofterschwang haben Maria Jose Rienda-Contreras und Anja Pärson den Sieg teilen müssen. Beide Damen lagen am Ende mit einer Zeit von 1:22,18 Minuten zeitgleich an der Spitze.

Nach einem spannenden Rennen konnten gleich zwei Damen lächeln: Maria Jose Rienda-Contreras (Spanien) und die Schwedin Anja Pärson haben sich den Sieg beim Weltcup-Riesenslalom in Ofterschwang in einer Gesamtzeit von 1:22,18 Minuten den Sieg geteilt. Rienda-Contreras, die bereits am Vortag triumphierte, büßte im zweiten Durchgang einen Vorsprung von 0,18 Sekunden gegenüber Pärson ein. Julia Mancuso aus den USA wurde Dritte.

Höltl lässt DSV wieder hoffen

Kathrin Hölzl gab den vom Pech verfolgten deutschen Rennläuferinnen dagegen die Hoffnung auf eine bessere Zukunft zurück. Während das von Verletzungen dezimierte Olympia-Team sechs Tage vor den Winterspielen in Turin weiter verzweifelt seine Form sucht, erzielte die 21-jährige Bischofswiesenerin mit Rang zwölf das beste Ergebnis ihrer Karriere. Martina Ertl-Renz dagegen enttäuschte mit Platz 19 erneut.

Dennoch ruhen die Erwartungen des deutschen Skiverbandes (DSV) im Piemont vor allem auf den Schultern der 32-Jährigen - Hölzl ist für die Spiele nicht qualifiziert. "Wir wären froh um jede, die wir noch dazubekämen. Aber das Nationale Olympische Komitee wird sie nicht mitnehmen", sagte Damen-Cheftrainer Wolfgang Maier. Die Ränge 25 und 24 standen vor den Rennen im Allgäu für Kathrin Hölzl zu Buche. Am Freitag überzeugte sie mit Rang 23, einen Tag später fuhr sie erstmals in die Top 15.

Ertl-Renz belohnt Hölzl mit Küsschen

"Es ist super gelaufen. Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut geht, unglaublich", jubelte Hölzl, nachdem sie sich ein Küsschen von Martina Ertl-Renz abgeholt und selbst Coach Maier überrascht hatte. "Ich hätte nicht erwartet, dass sie so weit nach vorne kommt", sagte er über die Führende der Riesenslalom-Wertung im Europacup: "Sie hat das Talent von Maria Riesch, aber sie hatte lange nicht die richtige Einstellung für den Leistungssport. Jetzt hat sie endlich gezeigt, dass wir mit den Jungen auf einem guten Weg sind."

Hölzl blieb aus deutscher Sicht aber der einzige Lichtblick. Petra Haltmayr (Rettenberg) musste bei ihrem Heimrennen wegen eines grippalen Infektes schon vor dem Start passen. Slalom-Spezialistin Annemarie Gerg (Lenggries) schied einen Tag vor dem letzten vorolympischen Torlauf genauso aus, wie Carolin Fernsebner (Ramsau); Veronika Staber (Samerberg) verpasste das Finale als 32. knapp. Maiers größtes Sorgenkind aber bleibt Martina Ertl-Renz.

Ertl-Renz sieht Aufwärtstrend

"Sie ist durchschnittlich gefahren", sagte der Coach über die Leistung seiner einstigen Vorzeige-Fahrerin: "Über eine Medaille beim Olympia-Riesenslalom müssen wir nicht diskutieren." Ertl-Renz selbst sprach von "einem kleinen Schritt nach vorne", war sie beim ersten Versuch am Freitag doch nur 21. Ihr Trainer glaubt, dass sie die Formkrise mit Hilfe eines Psychologen rechtzeitig vor Olympia noch beheben könnte. Doch Ertl-Renz will davon nichts wissen: "Ich bemühe mich ja - und in Turin habe ich ohnehin nichts zu verlieren."

© SID

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