Ski alpin Weltcup
Riesch auf Platz sechs, Vonn siegt erneut

Maria Riesch hat bei der Weltcup-Abfahrt in Sestriere das Podium mit Platz sechs knapp verpasst. Es gewann die US-Amerikanerin Lindsey Vonn vor der Kanadierin Kelly Vanderbeek.

Maria Riesch hat das Podium bei der Weltcup-Abfahrt in Sestriere knapp verfehlt, mit Platz sechs aber ihr bestes Resultat in der Königsdisziplin seit Mitte Dezember eingefahren. Nach einer gelungenen Fahrt auf der Männer-Piste der Winterspiele von 2006 in Turin hatte die 23-Jährige in 1:39,82 Minuten lediglich 19 Hundertstelsekunden Rückstand auf Rang drei.

"Dass ich das Stockerl verpasst habe, wurmt mich schon ein bisschen. Aber es war ein gutes Resultat", sagte Riesch. Die beste deutsche Ski-Rennläuferin zementierte mit ihrer schon neunten Fahrt unter die Top-6 in diesem Weltcup-Winter den dritten Rang im Gesamt-Weltcup. Dort hat Riesch 147 Punkte Rückstand auf die neue Spitzenreiterin Lindsey Vonn (968 Zähler). Die US-Amerikanerin verdrängte Titelverteidigerin Nicole Hosp (965) mit ihrem fünften Saisonsieg von der Spitzenposition. Hosp wurde nur 23. und kündigte an: "Ich werde die große Kristallkugel nicht kampflos herschenken."

Vonn dominiert Abfahrtswertung

Während sich der Zweikampf an der Spitze der Gesamtwertung fünf Wochen und zwölf Rennen vor Saisonende zuspitzt, ist Vonn die kleine Kristallkugel für die beste Abfahrerin kaum mehr zu nehmen. Nach dem vierten Triumph bei der siebten von zehn Schussfahrten beträgt ihr Vorsprung auf die Zweite Renate Götschl (Österreich) 252 Punkte.

Bei strahlendem Sonnenschein demontierte Vonn die Konkurrenz auf der "Kandahar Banchetta". In 1:38,86 Minuten erzielte sie die deutlich beste Zeit, die zweitplatzierte Kelly Vanderbeek aus Kanada lag bereits 0,62 Sekunden zurück. Auf Platz drei führ etwas überraschend die Italienerin Nadia Fanchini (0,77 Sekunden zurück). Gina Stechert (Oberstdorf) kam auf Platz 26.

Riesch mit Respekt

"Ich bin sehr überrascht, dass ich so stark bin. Ich weiß gar nicht, wie ich das mache", sagte Vonn über ihre Form, die auch ihrer Freundin Riesch Respekt abnötigte. "Lindsey dominiert total, da hat keine eine Chance", sagte sie. Mit ihrer eigenen Fahrt, die 0,96 Sekunden länger dauerte, war sie "nicht unzufrieden. Es war nicht ganz perfekt, aber gut." Cheftrainer Matthias Berthold fand es "schade, dass es zum Podium nicht gereicht hat. Aber sie hat eben einige Fehler gemacht. Dennoch war es eine Steigerung."

Am Sonntag soll Riesch beim Super-G weiter nach vorne fahren, sie geht als Führende der Disziplinwertung an den Start. "Da wird's richtig ernst. Aber ich bin optimistisch, weil mir die Piste liegt", meinte sie.

© SID

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