Ski alpin Weltcup
Riesch gibt sich vor Aspen bescheiden

Maria Riesch präsentiert sich in der Olympia-Saison bisher in guter Form. Doch vor dem Weltcup im US-Nobelort Aspen will die 25-Jährige nicht allzu große Erwartungen wecken.

Maria Riesch scheint in bestechender Form zu sein: Sieg beim ersten Weltcup-Slalom der Olympia-Saison vor knapp zwei Wochen im finnischen Levi, Platz zwei beim Show-Rennen am vergangenen Samstagabend in Moskau. Doch vor dem Auftakt-Rennen der Nordamerika-Tour im Nobelort Aspen im US-Bundesstaat Colorado warnt Damen-Cheftrainer Mathias Berthold vor allzu großen Erwartungen: "Wir fangen wieder bei Null an."

Auch Maria Riesch selbst übt sich in Zurückhaltung. "Ich fahre mit etwas gemischten Gefühlen nach Aspen." Das habe, betont die seit Dienstag 25 Jahre alte Partenkirchenerin, allerdings weniger mit dem Kreuzbandriss zu tun, den sie sich 2005 auf "Ruthie's Run" zugezogen hatte. "Das ist längst abgehakt. Aber Aspen ist jetzt nicht gerade mein Lieblingsort, das Gelände dort liegt mir generell nicht so. Das betrifft sowohl den Riesenslalom als auch den Slalom."

Aspen kein gutes Pflaster für Riesch

Im vergangenen Jahr belegte Maria Riesch im Slalom von Aspen Rang sechs - ihr schlechtestes Ergebnis in dieser Disziplin auf dem Weg zu WM-Gold und Weltcup-Gesamtsieg. Diesmal soll es trotz des so ungeliebten Hangs in der Paradedisziplin besser laufen: "Ich hoffe, dass ich aufs Podium fahren kann, das wäre schön." Im Riesenslalom am Samstag, ergänzt sie, "möchte ich eine bessere Platzierung als in Sölden erreichen." Das heißt: Besser sein als Platz 18.

Im Slalom setzt Cheftrainer Berthold erneut auf eine geballte Ladung deutscher Damen. Neun DSV-Starterinnen gehen ins Rennen, "da können sich einige von unseren Mädels vorne reinfahren", glaubt der Österreicher, "und Maria Riesch gehört ohnehin zu den Favoritinnen. " In Levi vor zwei Wochen erfüllte sich die Prophezeihung von Bertold: Sieg für Maria Riesch, Platz vier für deren Schwester Susanne, auch Katharina Dürr (Germering) löste als Siebte das Olympia-Ticket.

Nüchterne Aussichten für deutsche Herren

Von den deutschen Männern hat sich in den bisherigen zwei Saison-Rennen noch keiner für Olympia qualifiziert. Daran dürfte sich am kommenden Wochenende bei den Speed-Rennen im kanadischen Lake Louise wenig ändern, auch wenn der neue Cheftrainer Karlheinz Waibel nach den Trainingstagen in Nakiska unweit von Calgary sagte: "Sowohl die Leistungen als auch die Einstellung waren positiv. Die Stimmung im Team ist ebenfalls sehr gut, wir gehen optimistisch in die ersten Speed-Rennen der Saison."

Sechs Läufer hat Waibel mit nach Nordamerika genommen - die Strecke in Lake Louise gilt nicht als sonderlich anspruchsvoll. Für die Abfahrt am Samstag hat er fünf Startplätze zur Verfügung, für den Super-G am Sonntag vier. "Wer letztendlich zum Einsatz kommt, wird nach den Trainingsleistungen entschieden", erklärt Waibel. Im ersten Trainingslauf am Mittwoch fuhr überraschend Tobias Stechert (Oberstdorf) auf Rang 16.

Neureuther startet bei Abfahrtsrennen

Vorraussichtlich seine Abfahrtspremiere feiern wird Felix Neureuther. Der Slalom-Spezialist soll nach dem Willen von Waibel in der Olympia-Saison auch die Super-Kombinationen bestreiten - und die bestehen in der Regel aus einer Abfahrt und einem Slalom. Sechsmal hat der Partenkirchener bereits an einem Super-G teilgenommen - nur beim Heimrennen 2005 kam er dabei unter die ersten 30 (26.). An die Königsdisziplin hat er sich im Weltcup noch nicht gewagt.

Im ersten Trainingslauf kam Neureuther (1:53,81 Minuten) mit deutlichem Rückstand auf den Schweizer Didier Cuche (1:49,98) auf Rang 51, war hinter Stechert und Andreas Strodl (49. in 1:53,60) aber immerhin drittbester Deutscher.

© SID

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