Ski alpin Weltcup
Riesch hat Kristallkugel im Blick

Die Partenkircherin Maria Riesch hat eindrucksvoll ihre Führung im Weltcup des Super-G ausgebaut. Im italienischen Sestriere fuhr die 23-Jährige auf den dritten Platz.

Maria Riesch hat es fast geschafft. Die 23-Jährige raste beim Super-G im italienischen Sestriere als Dritte zum sechsten Mal in diesem Weltcup-Winter auf das Podium und baute ihre Führung in der Disziplinwertung aus. Beim letzten Rennen am 13. März in Bormio reicht Riesch Platz vier, um als vierte Deutsche die kleine Kristallkugel im Super-G zu holen.

"Vor der Saison hätte ich mir nie träumen lassen, dass ich um eine Kugel mitreden könnte", sagte Riesch mit breitem Lächeln. Dass sie den sechsten Weltcuperfolg ihrer Karriere um nur 0,24 Sekunden verpasste, tat ihr nicht weh: "Mit meiner hohen Startnummer war der Sieg nicht mehr drin. Außerdem ist der Podestplatz super." Riesch war die einzige Spitzenläuferin, die an die Bestzeit herankam.

Auch im Gesamtweltcup rückte Riesch, die am Samstag Sechste in der Abfahrt wurde, an das punktgleiche Spitzenduo heran. Mit jetzt 881 Punkten liegt sie 102 Zähler hinter Lindsey Vonn (USA) und der Österreicherin Nicole Hosp. "Der Gesamtweltcup läuft nebenher. Ich halte mich in sicherer Distanz - und wer weiß, was da noch kommt?", sagte Riesch gelassen. Elf Rennen stehen noch aus.

Zeitgleich auf Platz eins

Wie in der Gesamtwertung standen beim Super-G zwei Läuferinnen ganz oben. Die Österreicherin Andrea Fischbacher und Fabienne Suter (Schweiz) fuhren in 1:21,06 Minuten zeitgleich zum jeweils ersten Weltcup-Sieg. Riesch hatte 0,24 Sekunden Rückstand, Gina Stechert (Oberstdorf) kam nach Platz 26 in der Abfahrt auf Rang 34.

Das Rennen wurde von einem schweren Sturz der Österreicherin Maria Holaus überschattet. Die Tirolerin kam nach einem Fahrfehler von der Piste ab, überschlug sich und landete im Fangzaun. Holaus war kurze Zeit bewusstlos und hat sich nach einer ersten Diagnose eine Knieverletzung zugezogen. Sie wurde zu weiteren Untersuchungen ins Krankenhaus von Turin gebracht.

Komfortabler Vorsprung

Riesch geht mit 53 Punkten Vorsprung auf die Österreicherin Elisabeth Görgl in das letzte Rennen. "Das ist relativ komfortabel, und ich hoffe, dass es reicht. Es wäre ein toller Erfolg für mich", sagte Riesch. Vor ihr gewannen Marina Kiel (1986), Katja Seizinger (1993-1 996/1998) und Hilde Gerg (1997/2002) die Super-G-Wertung für den Deutschen Skiverband (DSV).

Bei der Abfahrt demontierte Vonn auf der "Kandahar Banchetta", der Männer-Olympiapiste von 2006, die Konkurrenz. Die Zweite, Kelly Vanderbeek aus Kanada, lag bereits 0,62 Sekunden zurück. Auf Platz drei kam Nadia Fanchini (Italien), Riesch fehlten 0,19 Sekunden zum Podium. "Dass ich das Stockerl verpasst habe, wurmt mich schon ein bisschen. Aber es war ein gutes Resultat", sagte sie. Vonn ist der Abfahrtsweltcup kaum mehr zu nehmen, sie hat 252 Punkte Vorsprung.

"Ich bin sehr überrascht, dass ich so stark bin. Ich weiß gar nicht, wie ich das mache", sagte Vonn über ihre gute Form, die auch Riesch Respekt abnötigte: "Lindsey dominiert total, da hat keine eine Chance." Doch Riesch will nicht aufgeben. "Es sind noch drei Abfahrten. Es wäre schön, die Plätze drei, zwei, eins zu machen."

© SID

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