Ski alpin Weltcup
Riesch in der Super-Kombination ganz vorne

Maria Riesch hat sich den Sieg in der Super-Kombination gesichert. Beim Weltcup in der Schweiz reichte der 23-Jährigen ein zweiter Platz hinter der Siegerin Anja Pärson (Schweden).

Ski-Rennläuferin Maria Riesch hat ihren bisher größten Erfolg ihrer Karriere perfekt gemacht. Beim Weltcup in Crans Montana (Schweiz) reichte der Partenkirchenerin ein zweiter Platz hinter der Siegerin Anja Pärson um sich die kleine Kristallkugel in der Super-Kombination zu sichern. In der Endabrechnung blieb die 23-Jährige 60 Punkte vor ihrer härtesten Rivalin Lindsey Vonn (USA), die Dritte wurde. Den großen Glaspokal nach Rang vier bei der Abfahrt schrieb die Deutsche aber ab. "Die Lindsey ist weg", sagte sie über die Führende Vonn.

"Ich bin total happy"

"Das hätte ich mir vor der Saison sicher nicht ausgerechnet, ich bin total happy. Die anderen haben diese Wertung zunächst nicht allzu ernst genommen, weil es nur drei Wettbewerbe waren. Aber Kugel ist Kugel. Der Erfolg hat für mich große Bedeutung", sagte Riesch.

Für den Deutschen Skiverband (DSV) war es der erste Glaspokal bei den Alpinen seit dem Super-G-Gesamtsieg von Hilde Gerg vor sechs Jahren. "Das ist wichtig für den DSV - auch wegen der finanziellen Situation", meinte Riesch.

Das Rennen im Gesamt-Weltcup sei dagegen "für mich gelaufen", meinte Riesch. Was Platz eins angeht, ist das sicher richtig: 157 Punkte beträgt ihr Rückstand auf ihre Freundin Lindsey Vonn (USA), die die Abfahrt gewann und in der Kombination Dritte wurde. Doch weil Titelverteidigerin Nicole Hosp (Österreich) in Crans Montana nur die Plätze 27 und acht belegte, rückte Riesch auf Rang zwei vor.

Die Super-G-Wertung ist für Riesch noch möglich

"Der zweite Platz wäre super, dann wären die zwei Freundinnen am Ende ganz oben, das wäre toll", sagte sie. Vor den letzten vier Rennen beim Weltcup-Finale am kommenden Wochenende im italienischen Bormio hat Riesch nach der achten Podium-Fahrt in diesem Winter 21 Punkte Vorsprung auf Hosp. Zudem kann sie noch die Super-G-Wertung für sich entscheiden. Bei einem Sieg ihrer Verfolgerin Elisabeth Görgl (Österreich) reicht dazu Platz vier.

Während sich Riesch über ihren Coup freute, glückte Anja Pärson Historisches. Bei der "Kombi" feierte sie ihren dritten Saisonsieg und rückte damit in den elitären Kreis der jetzt vier Läuferinnen auf, die Weltcup-Rennen in allen fünf olympischen Disziplinen gewonnen haben. Pärson profitierte von Vonns Fehlern im Slalom, wo die Amerikanerin ihren großen Vorsprung aus der Abfahrt verspielte - und so auch den Erfolg von Riesch ermöglichte.

Pärson hatte in einer Gesamtzeit von 2:30,60 Minuten zwei Zehntelsekunden Vorsprung auf Riesch, Vonn folgte mit 0,26 Sekunden Rückstand.

"Lindsey hat Gottseidank im Slalom ein bisschen gepatzt. Aber sie hat den Abfahrts-Weltcup gewonnen und wird den Gesamt-Weltcup holen - da kann sie mir die "Kombi"-Kugel lassen", sagte Riesch. Die zweite deutsche Starterin Gina Stechert (Oberstdorf) fuhr nach Rang 19 bei der Abfahrt als Sechste ihr bestes Weltcup-Rennen.

Vonn zeigte sich als faire Verliererin. "Ich bin stolz auf meine Leistung. Aber noch stolzer bin ich auf Maria, weil sie nach einer schweren Zeit mit ihren schweren Verletzungen wieder so stark zurückgekommen ist", sagte die 23-Jährige.

© SID

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