Ski alpin Weltcup
Riesch knapp am Treppchen vorbei - Costazza siegt

Die Italienerin Chiara Costazza hat den vierten Weltcup-Slalom der alpinen Skisaison im österreichischen Lienz vor Nicole Hosp und Tanja Poutiainen gewonnen. DSV-Ass Maria Riesch landete auf Platz vier.

DSV-Rennläuferin Maria Riesch hat beim vierten Weltcup-Slalom der alpinen Skisaison im österreichischen Lienz den vierten Platz belegt und damit ihr bestes Ergebnis in dieser Disziplin seit fast vier Jahren gefeiert. Am 13. März 2004 im italienischen Sestriere war die Partenkirchenerin ebenfalls Vierte geworden. Während Chiara Costazza für Italien den ersten Slalom-Sieg seit 1997 einfuhr, verhinderte Riesch fast im Alleingang ein Debakel der mit acht Läuferinnen gestarteten Frauen-Mannschaft des Deutschen Skiverbandes (DSV). Nur die erst 18 Jahre alte Debütantin Katharina Dürr sammelte als 26. noch Punkte.

"Alte Sicherheit langsam wieder da"

"Ich habe ja auch schon Weltcup-Rennen im Slalom gewonnen, aber nach meinen Verletzungen hatte ich Schwierigkeiten, zurückzufinden. Ich spüre aber, dass die alte Sicherheit nun langsam wieder da ist", sagte Riesch. Die Plätze elf, 14 und neun in den drei vorherigen Slaloms der Saison hatten bereits angedeutet, dass sie auf dem Weg zu alter Stärke ist.

Als Neunte war sie in Ost-Tirol in das Finale gestartet, wo sie mit der zweitbesten Laufzeit überzeugte - und im Ziel beglückt ihren Ski küsste. "Ich wollte einfach locker bleiben, das hat geklappt", beschrieb sie ihr Rezept, mit dem sie Platz drei im Gesamtweltcup eroberte. Dort hat Riesch mit 450 Punkten nun Tuchfühlung zu Lindsey Vonn (USA/481) und Nicole Hosp (Österreich/514).

Chmelar und Springl verpassen Finale

Slalom-Spitzenreiterin Hosp belegte 0,68 Sekunden hinter Costazza Platz zwei, Dritte wurde Tanja Poutiainen (Finnland/0,86 Sekunden zurück). Mit 1,21 Sekunden Rückstand auf die Spitze folgte Riesch. Nina Perner scheiterte nach Platz 28 im ersten Lauf zwei Tore vor dem Ende des zweiten Durchgangs, Fanny Chmelar und Monika Springl hatten das Finale auf den Rängen 32 und 39 verpasst. Monika Bergmann schied bei ihrem Comeback ebenso im ersten Lauf aus wie Susanne Riesch, Carolin Fernsebner und Kathrin Hölzl.

Besonders bitter war der Ausfall von Bergmann. Die erfahrenste deutsche Ski-Rennläuferin hatte sich nach Lienz gequält, obwohl bei ihrem in Nordamerika erfrorenen Zeh "noch immer das rohe Fleisch ein bisschen raussteht" - und lag noch im Zielhang auf Podest-Kurs. Doch dann patzte und scheiterte sie. "Ärgerlich", fand Bergmann das.

© SID

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