Ski alpin Weltcup
Schild dominiert, Riesch-Schwestern enttäuschen

Marlies Schild (Österreich) hat den Weltcup-Slalom in Lienz überlegen gewonnen. Weltmeisterin Maria Riesch kam nur auf Rang 14, beste Deutsche wurde Christina Geiger als Achte.

Maria Riesch schlug völlig deprimiert die Hände vors Gesicht, ihre Schwester Susanne lag enttäuscht im Schnee: Für die Schwestern nahm der Slalom am Lienzer Schlossberg einen denkbar ungünstigen Verlauf. Maria war beim 21. Weltcup-Sieg der Österreicherin Marlies Schild als 14. so schlecht wie seit März 2008 nicht mehr, Susanne stürzte. Christina Geiger war als Achte noch die beste Deutsche.

Maria Riesch sprach von einem "rabenschwarzen Tag für die Familie Riesch". Sie erlebte einen "total verkorksten Slalom", schlechter war sie zuletzt im März 2008 in Bormio, wo sie komplett leer ausgegangen war. Susanne fuhr ein äußerst starkes Finale und hatte das Podest vor Augen, als sie in Zielnähe stürzte. "Man muss auch mal mit Niederlagen umgehen können", sagte Maria Riesch.

Immerhin: Ihre Führung im Disziplinweltcup behauptete sie knapp vor Schild, in der Gesamtwertung machte sie gar etwas Boden gut auf die führende Lindsey Vonn. Die US-Amerikanerin startete trotz ihrer Armverletzung, die sie am Vortag erlitten hatte, und kam auf Platz 18. "Es war wahnsinnig schwer, mit dieser Verletzung zu fahren. Es tat sehr weh, aber ich bin ja eine Kämpferin", sagte sie.

Siegerin Schild schockte die Konkurrenz in ihrem erst vierten Slalom im Weltcup nach langer Verletzungspause mit alter Klasse und Bestzeiten in beiden Läufen. In einer Gesamtzeit von 1:57,65 Minuten lag Schild 1,83 Sekunden vor der Französin Sandrine Aubert. Dritte wurde Kathrin Zettel aus Österreich (2,19). Katharina Dürr, Kathrin Hölzl, Lena Dürr und Nina Perner belegten die Plätze zwölf, 16, 21 und 26.

© SID

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