Ski alpin Weltcup
Schild gewinnt ersten Weltcup-Slalom der Saison

Marlies Schild macht da weiter, wo sie im vergangenen Winter aufgehört hat. Die Österreicherin hat beim ersten Slalom der Weltcup-Saison in Schladming den Sieg davon getragen. Maria Riesch wurde Elfte.

Pünktlich zum ersten Slalom der Saison ist Marlies Schild wieder in Topform. Die Österreicherin landete beim ersten Weltcup-Slalom des Winters auf der Reiteralm nahe Schladming einen Sieg und feierte vor ihrer Teamkollegin Nicole Hosp und Chiara Costazza (Italien) ihren insgesamt 16. Weltcup-Erfolg. Maria Riesch meldete sich mit einem elften Rang in der Weltspitze zurück.

Kathrin Hölzl (Bischofswiesen) fuhr auf Platz 16, Nina Perner (Karlsruhe) feierte als 20. das beste Weltcup-Ergebnis ihrer jungen Karriere. Slalom-Spezialisten Monika Bergmann (Lam) blieb als 22. etwas unter ihren Möglichkeiten, Fanny Chmelar (Partenkirchen) kam auf Rang 24.

Berthold unzufrieden

Mathias Berthold schüttelte nach dem Rennen dennoch den Kopf. Zwar hatten seine Ski-Rennläuferinnen mit einem guten Mannschaftsergebnis überrascht, doch der Cheftrainer war alles andere als zufrieden. "Unter dem Strich haben sie nicht die Leistung gebracht, die in ihnen steckt", sagte Berthold über die sieben Athletinnen, von denen es immerhin fünf in die Punkteränge schafften.

"Man hat gesehen, dass die vielen Ausfälle der Vergangenheit bei einigen noch nachwirken. Ihnen fehlt die Selbstsicherheit und der Angriffswille", sagte Berthold. Immerhin musste aber auch der kritische Coach anerkennen, "dass wir uns nach vorne arbeiten. Es ist schön, dass Fünf gepunktet haben."

Während sich Schild über den Sieg freuen konnte und darüber, die Siegesserie der Alpenrepublik auf sechs Torläufe ausgebaut zu haben, waren auch die deutschen Mädels zufrieden. "Ich fahre mit einem positiven Gefühl von hier weg", sagte Maria Riesch, "weil ich nach meinem Ausscheiden zum Weltcup-Auftakt in Sölden gepunktet habe". Hölzl meinte, das Ergebnis mache "Mut für die Zukunft".

"Endlich tiefer Winter"

Das Rennen sollte wie auch der Slalom der Männer am Sonntag in Levi ausgetragen werden, wurde aber wegen Schneemangels in Finnland in die Steiermark verlegt. Dort gefährdeten 50 Zentimeter Neuschnee die Austragung der Konkurrenz. 80 Pistenarbeiter waren noch während des Rennens damit beschäftigt, die weißen Massen von der Gasselhöhe zu schaufeln - und die Strecke war überraschend gut in Schuss. Doch schlechte Sicht und böiger Wind erschwerten die Fahrt. "Wir wollen uns nicht beschweren, im Gegenteil: Endlich tiefer Winter", sagte Hölzl, den verschneiten Sturzhelm noch auf dem Kopf.

Die nächsten Rennen stehen in zwei Wochen an. Zum Auftakt der sieben Konkurrenzen in Nordamerika werden am 24. und 25. November ein Riesenslalom und ein Slalom in Panorama/Kanada ausgetragen.

© SID

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