Ski alpin Weltcup
Schild gewinnt Weltcup-Auftakt im finnischen Levi

Beim Weltcup-Auftakt im finnischen Levi hat die Österreicherin Marlies Schild den ersten Saison-Sieg gefeiert. Im Slalom verwies sie Nicole Hosp und Kathrin Zettel auf die Plätze. Beste Deutsche war Susanne Riesch.

Gleich in ihrem ersten Rennen nach elfmonatiger Pause hat sich Maria Riesch mit einer ordentlichen Leistung zurückgemeldet. Die 21 Jahre alte Partenkirchenerin belegte beim Weltcup-Auftakt im finnischen Levi im Slalom mit 1:49,72 Minuten den 22. Rang. Beim achten Sieg der Österreicherin Marlies Schild (1:45,66) musste sich Riesch aber von ihrer jüngeren Schwester Susanne die Show stehlen lassen: Die erst 18-Jährige war in 1:47,30 Minuten auf Platz fünf sensationell beste Deutsche - in ihrem erst zweiten Weltcup-Rennen.

"Das ist absolut wahnsinnig! Ich habe zwar gut trainiert. Dass es im Rennen so gut klappen würde, hätte ich aber nie gedacht. Ich bin überglücklich", sagte die 18 Jahre alte "kleine" Riesch, die ihr Debüt im Februar in Ofterschwang als Slalom-32. gegeben hatte - und sich nun schon für die WM in Are (3. bis 18. Februar) qualifizierte. Neben dem Küken im DSV-Team überzeugten die aus dem Kader verbannte Einzelgängerin Monika Bergmann-Schmuderer (Lam), die beim achten Weltcup-Sieg der Österreicherin Marlies Schild in 1:47,44 auf Rang sechs fuhr, sowie Annemarie Gerg (Lenggries/1:48,02) als Elfte.

Cheftrainer Berthold von gutem Start überrascht

"Das war eine super Leistung von unseren Mädels. Ich bin selbst ein bisschen überrascht", sagte Cheftrainer Mathias Berthold: "Das schönste aber ist: Wir haben ein richtiges Team, das zusammenhält." Hinter Susanne Riesch, Bergmann-Schmuderer und Gerg war Maria Riesch (1:49,72) als 22. "nur" die Nummer vier des DSV. Kathrin Hölzl aus Bischofswiesen wurde 25., Veronika Staber (Samerberg) 27. Aus dem deutschen Oktett verpasste einzig Fanny Chmelar (Partenkirchen) als 39. das Finale, Christina Ammerer (Ostin) schied als 28. des ersten Laufs im zweiten aus.

Besonders freuen durfte sich Maria Riesch - für ihre Schwester, aber auch über ihr starkes Comeback nach dem zweiten Kreuzbandriss und elf Monaten Rennpause. "Ich war sehr nervös. Mein Ziel war der zweite Durchgang, den habe ich erreicht. Die Platzierung ist für den Anfang ganz okay", sagte sie. Noch wichtiger aber: "Ich hatte keine Schmerzen." Mental sei es an der Stätte ihres dritten und bislang letzten Sieges aber nicht einfach gewesen, gestand Riesch: "Ich brauche noch mehr Rennpraxis, um mich voll überwinden zu können."

Schild eine Klasse für sich

Schild fuhr auf der Piste "Black Levi" 200km nördlich des Polarkreises allerdings in einer anderen Liga. In 1:45,66 Minuten distanzierte die 25 Jahre alte Bronzemedaillengewinnerin von Turin ihre Landsfrauen Nicole Hosp (1:46,46) und Kathrin Zettel (1:46,83) auf den Rängen zwei und drei deutlich. "Der Sieg gibt mir Moral für die kommenden Wettkämpfe", sagte Schild zufrieden. Olympiasiegerin Anja Pärson (Schweden) wurde nur Zwölfte, Janica Kostelic (Kroatien) - Gesamtweltcup-Siegerin 2006 - pausiert in dieser Saison.

Nach dem wetterbedingten Ausfall des Riesenslaloms Ende Oktober in Sölden war der Torlauf in Lappland das erste Rennen des Winters. In zwei Wochen beginnt der alpine Skizirkus seine Übersee-Tournee. Dann stehen zunächst in Aspen ein Riesenslalom und ein Slalom, sowie fünf Tage später im kanadischen Lake Louise zwei Abfahrten und ein Super-G auf dem Programm.

© SID

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