Ski alpin Weltcup
Schild siegt in Zagreb und kassiert 60 000 Euro

Malies Schild ist derzeit nicht zu stoppen. In Zagreb feierte die Österreicherin ihren zweiten Slalom-Sieg in Folge und kassierte die Rekordprämie von 60 000 Euro. Beste Deutsche war Annemarie Gerg auf Rang elf.

Marlies Schild hat in Zagreb ihre hervorragende Form bestätigt und den zweiten Slalom in Folge gewonnen. Der Triumph hat sich für die Österreicherin auch finanziell gelohnt. Mit 60 000 Euro kassiert die 24-Jährige die bisher höchste Prämie der Weltcup-Geschichte. In 1:53,63 Minuten verwies Schild auf dem Berg Sljeme nördlich der kroatischen Hauptstadt bei ihrem insgesamt sechsten Weltcup-Sieg ihre Landsfrau Kathrin Zettel (1:54,07) auf Platz zwei. Janica Kostelic verlor beim Anschieben zum zweiten Lauf Stock und Handschuh der rechten Hand, die folgenden 63 Tore fuhr sie mit nur einem Stock. Dennoch schaffte es die "Hausherrin" an ihrem 24. Geburtstag auf den dritten Rang (1:55,08) und konnte ihre Führung im Gesamt-Weltcup mit 652 Punkten vor der Schwedin Anja Pärson (585), die Fünfte wurde, verteidigen.

Gerg beste Deutsche

Beste der vier deutschen Starterinnen war Annemarie Gerg auf Platz elf. Die 30-jährige Lenggrieserin hatte mit einer Gesamtzeit von 1:57,34 Minuten allerdings fast drei Sekunden Rückstand auf Siegerin Schild. Anja Blieninger (Altenau/1:57,60) erzielte mit Rang 14 das beste Weltcup-Ergebnis ihrer Karriere, Martina Ertl-Renz (Lenggries/1:57,88) fuhr auf den 19. Platz. Monika Bergmann-Schmuderer (Lam) war nach einem Fahrfehler bereits im ersten Lauf ausgeschieden.

Am größten war die Freude bei Anja Blieninger. Die 24 Jahre alte Altenauerin (1:57,60) hat nun eine Hand an der Fahrkarte zu den Olympischen Winterspiele in Turin (10. bis 26. Februar). Bei einer weiteren Top-15-Platzierung hätte sie ihre erste Olympia-Teilnahme sicher. "Ich habe zwei schwere Fehler gemacht. Dafür ist das Ergebnis noch sehr gut", sagte sie.

Die Sportsoldatin hatte sich nach schweren Verletzungen auf eigene Kosten zurück ins Team gekämpft und wurde in Zagreb für ihre Mühen belohnt. Bisher stand ein 21. Platz im Riesenslalom von Semmering im Dezember 2004 als ihr bestes Rennen zu Buche.

Martina Ertl-Renz enttäuscht

Nicht zufrieden sein konnte Martina Ertl-Renz. Nach dem ersten Lauf noch auf dem aussichtsreichen 13. Platz, fiel sie im Finale zurück (1:57,88). "Es war teilweise sehr eisig, teilweise gab es Löcher. Man musste deshalb hier geduldig fahren - aber das kann ich nicht", sagte sie etwas frustriert.

Annemarie Gerg (1:57,34) dagegen bewies erneut, dass auf sie Verlass ist. Noch immer behindert von einer Daumen-Verletzung zeigte sie zwei beherzte Durchgänge. "An meinen Daumen habe ich während der Fahrten überhaupt nicht gedacht. Das Problem war eher ein Fehler im ersten Lauf, der mich etwas Schwung gekostet hat", meinte Gerg, die sich immerhin noch über 1 950 Euro Preisgeld freuen durfte.

Mit einem Lapsus haderte auch Monika Bergmann-Schmuderer (Lam): "Es tut schon weh, weil es ein Flüchtigkeitsfehler war. Ich habe ein kleines Loch übersehen, das ärgert mich. Im Grunde war der Lauf aber okay. Es ist wichtig für mich zu sehen, dass es bergauf geht."

© SID

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