Ski alpin Weltcup
Schild und Hosp führen Österreich zum Doppelsieg

Die Österreicherin Marlies Schild hat sich beim Weltcup-Slalom in Lienz den ersten Platz vor ihrer Teamkollegin Nicole Hosp und Janica Kostelic gesichert. Die Kroatin führt nun den Gesamtweltcup an.

Vor heimischer Kulisse dominiert die Österreicherin Marlies Schild den Weltcup-Slalom in Lienz. In 1:57,92 Minuten siegte sie vor Teamkollegin Nicole Hosp (1:58,94) und der Kroatin Janica Kostelic (1:59,65), die nach dem Ausfall von Anja Pärson aus Schweden die Führung im Gesamtweltcup übernahm. Ski-Rennläuferin Martina Ertl-Renz befindet sich sechs Wochen vor den Olympischen Winterspielen auf dem Weg zurück in die Weltspitze - trotz eines "Schönheitsfehlers". Die 32 Jahre alte Lenggrieserin fuhr mit einem furiosen zweiten Lauf auf Rang sieben, wurde nach dem Sieg der Österreicherin allerdings wegen eines Torfehlers disqualifiziert. Monika Bergmann-Schmuderer (Lam) holte sich als 13. das Ticket für Olympia, die zuletzt starke Annemarie Gerg (Lenggries) schied im ersten Lauf aus.

Martina Ertl-Renz trug ihre nachträgliche Disqualifikation aber mit Fassung, vielmehr überwog bei ihr einen Tag nach Rang neun im Riesenslalom an gleicher Stelle die Zufriedenheit über eine erneute Leistungssteigerung. "Ich bin sehr gut gefahren, das lässt hoffen für die nächsten Rennen", sagte sie am Fuße des anspruchsvollen Schlossbergs, den Siegerin Marlies Schild zweimal mit Laufbestzeit absolvierte.

Bandscheibenprobleme stoppen Bergmann-Schmuderer

Pech hatte auch Monika Bergmann-Schmuderer. Schon während des ersten Durchgangs bemerkte die Bayerwäldlerin im Rücken einen "Stich wie mit einer Stricknadel", konnte dadurch nur gehandicapt in den zweiten Lauf starten. "Das ist irgendwas mit der Bandscheibe, da habe ich schon länger Probleme", sagte die 27-Jährige, die sich vor dem zweiten Durchgang mit einer Schmerztablette aushalf. "Das war nicht optimal", räumte sie ein, dennoch reichte ihre zweite Top-15-Platzierung in diesem Winter für das Olympia-Ticket.

Annemarie Gerg konnte ihre derzeit bestechende Form nur kurz unter Beweis stellen. Die Lenggrieserin griff völlig unbeeindruckt von ihrem Trümmerbruch des linken Daumens an, schied allerdings mit der zweitbesten Zwischenzeit schon im ersten Lauf aus. "Das war eine kleine Unachtsamkeit von mir. Der Ski ist kurz ins Hüpfen gekommen, hat dann gleich wieder gegrifffen und ist dann aber in die falsche Richtung. Da konnte ich nichts mehr machen", sagte die 30-Jährige nach ihrem ersten Ausfall in diesem Winter. Auch Anja Blieninger (Altenau) schied bereits im ersten Lauf aus.

Trotz teilweise gewaltiger Zeitrückstände von annähernd vier Sekunden verpassten zwei weitere DSV-Läuferinnen nur um Bruchteile den zweiten Durchgang der besten 30. Nachwuchsläuferin Fanny Chmelar (Ramsau) fuhr mit der hohen Startnummer 64 als 32. denkbar knapp an ihrem ersten Weltcup-Finallauf vorbei, ebenso Teamkollegin Kathrin Hölzl (Bischofswiesen) als 33.

© SID

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