Ski alpin Weltcup
Schweizer Doppelsieg in Adelboden

Beim Riesenslalom in Adelboden haben Marc Berthod und Daniel Albrecht für einen Schweizer Doppelsieg gesorgt. Dritter wurde der Österreicher Hannes Reichelt. Die deutschen Teilnehmer waren im ersten Lauf ausgeschieden.

Erfolgreicher hätte der Riesenslalom im heimischen Adelboden für die Schweizer Ski-Rennläufer kaum verlaufen können. Marc Berthod (2:27,56 Minuten) gewann den Riesenslalom-Klassiker auf dem berühmt-berüchtigten Kuonisbergli überlegen vor seinem Landsmann Daniel Albrecht (2:28,12). Dritter wurde Hannes Reichelt aus Österreich (2:28,14). Für Berthod war es der zweite Weltcupsieg, nachdem er im Vorjahr mit Startnummer 60 den Slalom in Adelboden gewonnen hatte.

Zwei Tage hatten die Schweizer auf einem der schwierigsten Hänge im Weltcup trainiert, die Vorbereitung zahlte sich aus: Denn während etwa Felix Neureuther (Partenkirchen) schon im ersten Lauf scheiterte, nutzte vor allem Berthod den Heimvorteil gnadenlos aus. In der Gesamtzeit von 2:27,56 Minuten siegte der 24-Jährige aus St. Moritz überlegen vor Landsmann und Zimmerkollege Albrecht (2:28,12) und Hannes Reichelt aus Österreich (2:28,14). "Hier fahre ich immer stark", behauptete der Sieger selbstbewusst.

In der Tat: Ein Jahr zuvor hatte Berthod beim Slalom auf dem "Kuonisbergli" für eine Sensation gesorgt, war mit Startnummer 60 zum ersten und bisher einzigen Weltcup-Sieg seiner Karriere gerast und hatte nebenbei eine "schwarze Serie" von 102 Rennen ohne einen Schweizer Sieg im Weltcup beendet. Anschließend leiteten Albrecht und Berthod als Kombinations-Gold- und Bronzemedaillen-Gewinner bei der WM in Are im Februar 2007 endgültig die Trendwende im Team der Schweizer Ski-Rennfahrer ein.

Berthod: "Dieser Hang liegt mir."

"Dieser Hang liegt mir, er gibt mir positive Energie und Selbstvertrauen", sagte Berthod. Zimmerkollege Albrecht übernahm durch den zweiten Rang mit 258 Punkten einstweilen die Führung im Riesenslalom-Weltcup vor dem diesmal siebtplatzierten Österreicher Benjamin Raich (248), der aber seinerseits seine Führung im Gesamtweltcup verteidigte: Raich (569) führt vor dem Schweizer Didier Cuche (525) und neuerdings Albrecht (446).

Auf der legendären, äußerst anspruchsvollen Strecke mit ihrem extrem steilen Zielhang kamen im ersten Durchgang 23 von 64 Startern nicht ins Ziel, darunter auch Felix Neureuther. "Ich habe gedacht, ich habe wegen der vielen Ausfälle eine Chance, zumindest in den zweiten Lauf zu kommen", sagte er. Allerdings war die Fahrt des Partenkircheners schon von Beginn an verkorkst, "es lief schon oben nicht gut", wusste Neureuther. Wie die meisten der Kollegen scheiterte er schließlich am Übergang in den Zielhang.

Fünf Rennen, fünfmal nicht im zweiten Lauf dabei: Neureuther bleibt im Riesenslalom ohne Weltcuppunkte. Er darf sich zumindest die Hoffnung machen, am Sonntag beim Slalom besser abzuschneiden: "Ich freue mich drauf. Im Slalom bin ich in einer Bombenform."

© SID

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