Ski alpin Weltcup
Sicherheitsdiskussion im Ski alpin erneut entfacht

Die Stürze von Francois Bourque und Werner Heel im Super-G haben erneut eine Sicherheitsdiskussion im alpinen Rennsport hervorgerufen. Bourque zog sich einen Kreuzbandriss zu.

Die Sicherheitsdiskussion im alpinen Ski-Zirkus hat durch zwei weitere, teilweise schwere Verletzungen beim Weltcup im Grödnertal neue Nahrung erhalten. Der Kanadier Francois Bourque zog sich bei einem Sturz beim Super-G am Freitag einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu und fällt so für Olympia im heimischen Vancouver aus. Der Südtiroler Werner Heel hatte etwas mehr Glück, er kam mit einer leichteren Verletzung am linken Knie, Prellungen und Zerrungen davon und fällt voraussichtlich nur drei Wochen aus.

Der 27 Jahre alte Heel, immerhin Sieger dreier Speed-Rennen im Weltcup, hatte sich an der Spitze einer Athleten-Kommission noch vor dem Rennen für einen sichereren Ski-Weltcup eingesetzt. "Es gibt Nachholbedarf. Aber es dauert sicher noch fünf Jahre, bis alles umgesetzt wird", sagte Heel nach einem Treffen der Athleten mit dem Internationalen Skiverband (FIS) am Mittwoch - und bekam nur zwei Tage später ungewollt recht.

"Team Canada" reist ersatzgeschwächt zu Olympia

Bourque ist im alpinen Ski-Zirkus etwas weniger prominent als Heel, einen Sieg hat er noch nicht vorzuweisen. Sein Ausfall trifft die kanadische Olympia-Mannschaft dennoch schwer, hat "Team Canada" doch verletzungsbedingt bereits vier Kandidaten für die Winterspiele im Februar streichen müssen.

Abfahrts-Weltmeister John Kucera zog sich im November in Lake Louise einen Schien- und Wadenbeinbruch zu. Am vergangenen Sonntag verletzte sich Technik-Spezialist Jean-Philippe Roy in Val d'Isere am rechten Knie, am Mittwoch erwischte es an gleicher Stelle Larisa Yurkiw beim ersten Abfahrtstraining am Knie. Tags darauf stürzte Kelly Vanderbeek beim zweiten Training schwer und zog sich Risse der Kreuzbänder in beiden Knien zu.

© SID

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