Ski alpin Weltcup
Sturzopfer Lanzinger: "Ich hadere nicht"

Erstmals nach seinem folgenschweren Sturz in Kvitfjell hat sich Matthias Lanzinger der Öffentlichkeit gestellt. "Es war Schicksal", sagte der Rennläufer und erhob keine Vorwürfe.

Elf Tage nach seinem schweren Sturz beim Super-G-Weltcup im norwegischen Kvitfjell hat sich Matthias Lanzinger erstmals öffentlich zu dem Unfall und seinen Folgen geäußert. In Salzburg erhob der österreichische Ski-Rennläufer, dem als Folge des Unfalls der Unterschenkel amputiert werden musste, keinerlei Vorwürfe gegenüber den Verantwortlichen oder dem Weltskiverband FIS und hielt sich mit Schuldzuweisungen zurück.

"Ich kämpfe um den Weg zurück ins Leben"

"Es war Schicksal, und ich nehme mein Schicksal an. Ich bin Sportler und musste immer hart um jede Chancen kämpfen. Jetzt kämpfe ich um den Weg zurück ins Leben", sagte der 27-Jährige bei einer Pressekonferenz im Salzburger Landeskrankenhaus. Trotz des schweren Schicksalsschlages wirkte er dabei sehr gefasst.

Rund 15 Kamerateams und etwa 60 Journalisten waren gekommen, um Lanzingers erste öffentliche Äußerungen nach dessen Sturz zu hören. Vorangegangen waren tagelange Diskussionen um die Sicherheit im alpinen Skisport. Aus Österreich wurden dabei heftige Vorwürfe in Richtung FIS laut, wonach diese ihre Sorgfaltspflicht vernachlässigt habe.

Lanzinger wies dies nun zurück. "Ich hadere nicht", sagte er, betonte aber zugleich, dass er "unendlich lange Tage und unendlich lange Nächte mit sehr, sehr großen Schmerzen" hinter sich habe. Er wird noch etwa eine Woche im Krankenhaus bleiben und dann mit der Rehabilitation beginnen. An den Sturz habe er keine Erinnerungen.

Keine Sorgen um berufliche Zukunft

Lanzinger gab außerdem an, schon zahlreiche Jobangebote österreichischer Firmen vorliegen zu haben. "Es hat mir irrsinnig geholfen, dass ich mir um meine berufliche Zukunft keine Sorgen machen muss", meinte er. Was genau er künftig tun werde, stehe aber noch nicht fest. Zunächst wolle er sich mit seiner Freundin Eva, die ihn bei der Pressekonferenz begleitete, in Salzburg ein Haus bauen.

© SID

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