Ski alpin Weltcup
Svindal feiert triumphale Rückkehr

Aksel Lund Svindal hat an der Stätte seines schweren Vorjahressturzes in Beaver Creek die Weltcup-Abfahrt gewonnen. Der Norweger hatte sich dort schwere Verletzungen zugezogen.

Ein Jahr nach seinem Horror-Sturz ist dem norwegischen Ski-Rennläufer Aksel Lund Svindal eine bemerkenswerte Wiederauferstehung gelungen. Der Doppel-Weltmeister von 2007 gewann die Weltcup-Abfahrt in Beaver Creek im US-Bundesstaat Colorado, wo er 372 Tage zuvor noch schwere Verletzungen erlitten hatte. Auf der anspruchsvollen "Raubvögel"-Piste fuhr der 25-Jährige unbeeindruckt von der Vergangenheit in 1:43,85 Minuten vor Oldtimer Marco Büchel aus Liechtenstein (0,06 Sekunden zurück) und Erik Guay aus Kanada (0,35) zu seinem zehnten Sieg im Weltcup.

"Das ist schon etwas ganz Besonderes, ich bin sehr glücklich", sagte der Überraschungssieger und ergänzte, sein Saisonziel sei es eigentlich nur gewesen, "mit den Besten mitzufahren." Was Svindal besser gelang als erwartet, blieb den Deutschen fremd: Keiner aus dem DSV-Quartett fuhr wie noch eine Woche zuvor im kanadischen Lake Louise zu Weltcuppunkten. Stephan Keppler (Ebingen), Andreas Strodl und Peter Strodl (beide Partenkirchen) belegten die Plätze 42, 45 und 52. Tobias Stechert (Oberstdorf) schied aus.

Miller fällt nach Trainingsbestzeit aus

Svindal war am 27. November 2007 beim ersten Trainingslauf für die Abfahrt auf der WM-Strecke von 1999 schwer gestürzt. Der damals amtierende Gesamtweltcupsieger erlitt erhebliche Verletzungen in der Leistengegend sowie Knochenbrüche im Gesicht und fiel danach für den Rest des Winters aus. "Es ist eine schöne Story. Es ist eine Ehre, mit ihm auf dem Podest zu stehen", sagte der zweitplatzierte Büchel über den Sieger, der gemeinsam mit dem Schweizer Daniel Albrecht die Führung im Gesamtweltcup übernahm.

Svindal profitierte ein wenig vom Ausfall von Bode Miller. Der Gesamtweltcupsieger aus den USA hatte den einzigen Trainingslauf mit einer überlegenen Bestzeit absolviert, fuhr im Rennen allerdings mit zu viel Risiko durch den Mittelteil und stürzte. Miller kniete nach seinem spektakulären Abflug zunächst mit schmerzverzerrtem Gesicht im Schnee, konnte dann aber selbstständig ins Tal fahren.

Zwölfter wurde der Österreicher Hermann Maier, der am Sonntag im Super-G überraschend seinen 54. Weltcupsieg gefeiert hatte. Dem "Herminator" war danach der Siegerschuh zu Bruch gegangen, und das neue Material passte noch nicht. "Das hat sicherlich eine Rolle gespielt."

© SID

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