Ski alpin Weltcup
Svindal nach Sieg in Hinterstoder Gesamtführender

Aksel Lund Svindal aus Norwegen hat den Riesenslalom im österreichischen Hinterstoder vor dem Kanadier Francois Bourque und dem Finnen Kalle Palander gewonnen und ist damit wieder Gesamtweltcup-Führender.

Im Nebel von Hinterstoder ist Felix Neureuther aus der Spur geraten: Der Partenkirchener schied beim Weltcup-Riesenslalom in der österreichischen Steiermark nach einem Fehler im ersten Durchgang aus und ärgerte sich maßlos über sein Missgeschick. "Ich habe eine große Chance vertan. Man hätte nur runterfahren müssen, um in den zweiten Lauf zu kommen", sagte der 22-Jährige über seinen Blindflug.

Dabei hatte Neureuther noch Glück: Nach kaum der Hälfte seines Laufes setzte er seine Skier so ungenau in den Schnee, dass er zu Fall kam und auf den Hinterkopf stürzte. Der Draufgänger blieb aber unverletzt und berappelte sich schnell wieder. "Das macht nichts, dafür hat man einen Helm", sagte er später lächelnd - er gilt als Gegner der Helm-Pflicht im alpinen Weltcup.

Obwohl Neueruther im Ziel die gute Laune wiedergefunden hatte, wird er sich wohl noch längere Zeit über seinen Patzer ärgern, zumal er schon zum zweiten Mal in Folge Punkte verschenkte. Beim Slalom in Alta Badia war er am Montag als Sechster des ersten Durchgangs auch im zweiten Lauf sehr gut unterwegs, ehe ihn ein technischer Fehler im leichteren Flachstück auf Platz 18 zurückwarf.

Mageres Abschneiden des DSV

Auch Neureuthers Teamkollege Stephan Keppler konnte das magere Abschneiden des Deutschen Skiverbandes bei den beiden Rennen auf der "Höss-Strecke" in der Steiermark nicht schönen. Der Ebinger, der im Speed-Bereich zuletzt mit guten Resultaten geglänzt hatte, verpasste bei seinem ersten Weltcup-Riesenslalom einen Tag nach Platz 47 beim Super-G das Finale als 49. deutlich. Rang 38 des Obermaiselsteiners Johannes Stehle im Super-G blieb damit das beste DSV-Ergebnis.

Von den schlechten Bedingungen unbeeindruckt fuhr Aksel Lund Svindal zu seinem zweiten Saisonsieg. Der Norweger war bei seinem vierten Triumph im Weltcup in einer Gesamtzeit von 2:25,63 Minuten 0,26 Sekunden schneller als der Kanadier Francois Bourque, Kalle Palander (Finnland) belegte den dritten Platz. "Ich habe zwar nichts gesehen, aber trotzdem Vollgas gegeben", meinte Svindal, der auch in der Gesamtwertung wieder vorne liegt.

Noch lauter als der DSV jammerte nach der erneuten Pleite die Skination Österreich - wenn auch auf höherem Niveau. Benjamin Raich kam als bester ÖSV-Starter nur auf Rang fünf, die Sieglos-Serie hält nun schon seit 13 Rennen an. Superstar Hermann Maier suchte beim - zugegebenermaßen schlechten - Wetter die Ausrede und meinte, "dass man das Rennen nicht hätte durchpeitschen sollen. Es geht ja um die Gesundheit der Sportler."

© SID

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