Ski alpin Weltcup: Vogl landet in Wengen auf Rang drei

Ski alpin Weltcup
Vogl landet in Wengen auf Rang drei

Beim fünften Slalom-Sieg der Saison des Italieners Giorgio Rocca landete Alois Vogl (Zwiesel) auf einem tollen dritten Platz. Damit hat der DSV-Rennläufer die Olympia-Qualifikation sicher.

Ski-Rennläufer Alois Vogl (Zwiesel) hat sich in souveräner Manier für die Olympischen Winterspiele qualifiziert. Beim Weltcup-Slalom in Wengen/Schweiz, den er im Vorjahr gewonnen hatte, belegte der 32-Jährige in 1:42,79 Minuten den hervorragenden dritten Rang. Der Italiener Giorgio Rocca gewann in 1:42,28 auch den fünften Slalom dieser Saison, auf Rang zwei fuhr Kalle Palander aus Finnland (1:42,48).

Vogl: "Dritter Platz ist so wichtig wie ein Sieg"

"Dieser dritte Platz ist so wichtig wie mein Sieg im letzten Jahr", betonte Vogl, dem angesichts der zuvor fehlenden Olympia-Norm trotz gegenteiliger Beteuerungen doch ein wenig mulmig war. "Ich war schon sehr nervös vor dem ersten Lauf", bekannte der Bayerwäldler, dennoch lag er im Zwischenklassement auf Rang zwei. "Im zweiten Lauf bin ich dann doch mit dem Gedanken an die Olympia-Qualifikation gefahren", gab er zu: "Ich bin nicht so reingegangen wie sonst."

Unter Druck, nicht voll gefahren - und trotzdem Dritter auf einem der schwierigsten Slalom-Hänge der Welt. "Das war eine super Leistung vom Alois", sagte Cheftrainer Werner Margreiter. Knapp vier Wochen vor den Spielen in Turin scheint Vogl rechtzeitig jene Form wiederzufinden, die ihn bereits zu einem Geheimfavoriten für die WM 2005 in Bormio gemacht hatte. Dort konnte er allerdings wegen einer Augenverletzung nicht starten.

Vogl liegt "total im Zeitplan"

Schon eine Woche zuvor in Adelboden/Schweiz hatte Vogl als Neunter angedeutet, dass er auf dem Weg zurück zu alter Stärke ist. "Wir haben immer gewusst, dass er es kann, jetzt hat er es endlich bewiesen", sagte Slalom-Trainer Sepp Hanser. Und mehr ist möglich, deutete Vogl an: "Ich kann immer noch nicht hundert Prozent geben, das ist einfach noch nicht möglich." Cheftrainer Margreiter versicherte aber mit Blick auf Olympia: "Alois liegt total im Zeitplan."

Durch seine Qualifikation verhinderte Vogl eine historische Schmach für den Deutschen Skiverband (DSV). Mit Ausnahme der Spiele 1948 in St. Moritz, als Deutschland ohnehin nicht teilnehmen durfte, war immer zumindest ein deutscher Ski-Rennläufer am Start. Für Vogl selbst wäre es der erste Einsatz bei Olympia: Auch 1998 hatte er die Norm erfüllt, konnte dann in Nagano aber nicht fahren, weil er vor Ort im Training einen Ellbogenbruch erlitt.

Neureuther knapp in Qualifikation gescheitert

Ein Sorgenkind bleibt dagegen Felix Neureuther. Der 22 Jahre alte Partenkirchener hat die Olympia-Norm schon Anfang Dezember zur Hälfte erfüllt, fährt der Qualifikation aber seitdem hinterher. Auf der "Männlichen"-Piste verfehlte er die Teilnahme am Finaldurchgang als 31. nur um 0,04 Sekunden. "Bei Felix ist das eine Kopfsache. Ihm fehlt derzeit die innere Ruhe, da müssen wir ihm jetzt helfen. Er kann mehr als er zeigt", sagte Margreiter.

Für Seriensieger Rocca dagegen läuft derzeit alles rund. "Das ist das beste Gefühl meiner Karriere", behauptete der Italiener nach seinem fünften Erfolg in Serie. Rocca profitierte wie Palander und Vogl vom Ausfall von Benjamin Raich, der nach dem ersten Durchgang schon zum vierten mal in diesem Winter in Führung gelegen hatte. "Das ist blöd, ich hätte die Punkte gut für den Gesamtweltcup brauchen können", sagte der Österreicher.

In der Gesamtwertung liegt Raich, der am Freitag in Wengen die "Super-Kombination" gewonnen hatte, weiter mit 706 Punkten vor Landsmann Michael Walchhofer (600) und Daron Rahlves (589) auf Platz eins. Der Amerikaner hatte am Samstag die traditionsreiche Abfahrt vom Lauberhorn vor den Österreichern Walchhofer, Fritz Strobl und Hermann Maier gewonnen und im sechsten Rennen schon seinen dritten Abfahrtssieg in diesem Winter gefeiert.

© SID

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