Ski alpin Weltcup
Vonn siegt in Cortina vor Pärson

Als beste Deutsche kam Maria Riesch bei der Weltcup-Abfahrt im italienischen Cortina d'Ampezzo auf den zehnten Rang. Es siegte die US-Amerikanerin Lindsey Vonn vor Schwedens Skistar Anja Pärson.

Zu den größten Entdeckungen dieses Weltcup-Winters zählt Lindsey Vonn - das bewies die US-Amerikanerin auch bei ihrem Sieg bei der Abfahrt im italienischen Cortina d'Ampezzo. Vonn fuhr in 1:36,70 Minuten den vierten Saisonsieg ein und war 0,83 Sekunden schneller als die Zweitplatzierte Weltmeisterin Anja Pärson aus Schweden. Platz drei ging an die Kanadierin Emily Brydon (1:37,90). Maria Riesch (Partenkirchen) fuhr in 1:38,38 Minuten auf Rang zehn. Gina Stechert (Oberstdorf/1:39,71) landete auf Platz 21.

Noch lange nach Endes des Rennens stand Riesch an der Piste und diskutierte ihr Abschneiden beim Abfahrts-Klassiker mit ihren Eltern. "Ich bin echt happy über Platz zehn", sagte die Partenkirchenerin: "Aber ich ärgere mich auch über die verlorenen Punkte." Die 23-Jährige war so gut wie nie zuvor bei einer Abfahrt im Olympia-Ort von 1956, doch sie verlor den zweiten Platz im Gesamt-Weltcup an die überragende Siegerin Lindsey Vonn.

Hosp trotz Startverzicht weiter in Weltcup-Führung

Die Amerikanerin feierte auf der "Olympia delle Tofane" ihren vierten Saisonerfolg vor der Schwedin Anja Pärson und Emily Brydon aus Kanada und rückte in der Gesamtwertung auf Platz zwei vor. Mit 638 Punkten hat sie 38 Zähler mehr als ihre jetzt drittplatzierte Freundin Riesch auf dem Konto. In Führung blieb die Österreicherin Nicole Hosp (699), die auf einen Start verzichtet hatte.

"Die Niki scheint sich sehr sicher zu sein, sie ist gar nicht nervös", sagte Riesch - wohl wissend, dass sie es verpasst hatte, die Titelverteidigerin vor den beiden Super-G-Rennen am Sonntag und Montag stärker unter Druck zu setzen. "Der Super-G lag mir ohnehin immer besser hier, ich hoffe also auf eine Steigerung", meinte sie.

Immerhin: Nach einer völlig verpatzten Trainingsfahrt steigerte sich die beste deutsche Ski-Rennläuferin im Rennen erheblich. "Ich habe auch schon bessere Laune", sagte sie lächelnd. Es sei eine schwierige Situation für sie gewesen, weil sie "zum ersten Mal seit vier Wochen wieder auf Abfahrtsski stand". Sie sei nervös gewesen, vor dem Start, ergänzte sie, "ich hatte fast ein bisschen Angst". Unter diesen Umständen sei Rang zehn als kleiner Erfolg zu werten.

Von Vonn, der dominierenden Abfahrtsfahrerin dieses Winters mit drei Siegen in fünf Rennen, trennten Riesch und die Konkurrenz jedoch Welten. Die Vizeweltmeisterin war in 1:36,70 Minuten 0,83 Sekunden schneller als Pärson, skifahrerisch eine andere Dimension. Riesch lag 1,68 Sekunden zurück, Gina Stechert (Oberstdorf) als 22. schon 3,01 Sekunden. Kathrin Hölzl (Bischofswiesen) schied aus.

© SID

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