Ski alpin Weltcup
Vonn triumphiert im Abfahrtsweltcup

Ein zwölfter Platz im bulgarischen Bansko hat Lindsey Vonn (USA) gereicht, um sich den Sieg im Abfahrtsweltcup zu sichern. Es gewann Andrea Fischbacher aus Österreich.

Lindsey Vonn hat sich ihre erste Weltcup-Kugel schon geholt, Maria Riesch muss mindestens noch eine Woche warten. Trotz einer ungewöhnlich schwachen Leistung sicherte sich Vonn bei der vorletzten Abfahrt des Winters im bulgarischen Bansko vorzeitig und wie im Vorjahr den Gesamtsieg in der Königsdisziplin. Riesch, im Gesamtweltcup ohne Chance gegen ihre Freundin, will am kommenden Samstag beim Heimrennen in Ofterschwang im Allgäu mit der Slalom-Trophäe nachziehen.

Beim zweiten Weltcup-Sieg von Andrea Fischbacher, die den österreichischen Damen den ersten Abfahrts-Erfolg seit knapp zwei Jahren bescherte, war Maria Riesch zum ersten Mal in diesem Winter in der Abfahrt schneller als Lindsey Vonn. Trotzdem verpasste die Partenkirchnerin das "Stockerl" um 1,32 Sekunden. Mit 1,71 Sekunden Rückstand auf Fischbacher belegte sie Rang acht, verbesserte sich im Gegensatz zum Vortag aber immerhin um zehn Plätze. Gina Stechert aus Oberstdorf, am Vortag 28., schied aus.

Abfahrts- und Super-G-Weltmeisterin Vonn verpasste erstmals in diesem Winter in einer Abfahrt das Siegertreppchen und belegte nur Rang 12. Die Platzierung reichte jedoch aus, um bereits vor dem Abschlussrennen beim Weltcup-Finale im schwedischen Are als Gewinnerin der Abfahrts-Kugel festzustehen - der Vorsprung auf die Schweizerin Dominique Gisin beträgt 111 Punkte. Im Gesamtweltcup liegt Lindsey Vonn fast uneinholbare 336 Punkte vor Maria Riesch, die immerhin alle Chancen hat, am Ende Platz zwei zu behaupten.

Fischbacher siegt vor Maze

Der Sieg von Andrea Fischbacher auf der technisch sehr anspruchsvollen Piste Banderiza hatte sich bereits abgezeichnet. In den beiden Trainingsläufen hatte die 23-Jährige, die bei der WM in Val d'Isere Bronze im Super-G gewonnen hatte, jeweils die Bestzeit erzielt. Beim Vortagessieg von Fabienne Suter aus der Schweiz, die diesmal Rang drei (0,39 Sekunden zurück) belegte, war sie behindert durch schlechte Sicht auf Rang zwei gefahren. Fischbacher siegte vor Tina Maze aus Slowenien (0,26 Sekunden zurück).

Maria Riesch kam mit der Strecke erneut nicht wunschgemäß zurecht. "Es war wieder sauanstrengend", sagte die Weltmeisterin im Slalom und beklagte, dass ihr langsam die Puste ausgehe: "Man merkt, dass die Saison bald vorbei ist." Nach dem Super-G in Bansko am Sonntag (11.00 Uhr) stehen noch der Riesenslalom und der Slalom in Ofterschwang sowie die Abschlussrennen für jede Disziplin beim Weltcup-Finale auf dem Programm. Für die letzte Abfahrt sind Maria Riesch und Gina Stechert als Top-25-Fahrer qualifiziert.

© SID

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