Ski alpin Weltcup
Walchhofer rast in Bormio zum Sieg

Michael Walchhofer hat die Weltcup-Abfahrt der Herren in Bormio gewonnen. Der Österreicher siegte vor dem Schweizer Didier Cuche und Landsmann Mario Scheiber.

Die alpine Großmacht Österreich kann aufatmen. Nach 13 Rennen ohne Sieg im Weltcup hatten die Männer des zuletzt überraschend erfolglosen rot-weiß-roten "Powerteams" endlich wieder allen Grund zum Jubeln. Bei der ersten von zwei Abfahrten in Bormio beendete der einstige Weltmeister Michael Walchhofer den bösen Spuk. Als letzter der Top-Fahrer gestartet, entriss der Olympia-Zweite dem führenden Schweizer Didier Cuche noch um eine Hundertstelsekunde den Sieg, den erst zweiten in diesem Winter für Österreichs Männer.

"Sehr emotionaler Tag"

"Das ist eine große Erleichterung, ein sehr emotionaler Tag", sagte der österreichische Männer-Cheftrainer Toni Giger. "Es waren alle ein bisschen angespannt, weil wir nicht gewonnen haben. Dieser Sieg tut gut."

Walchhofer, 2005 WM-Dritter auf der "Stelvio" in Bormio und schon damals Österreichs "Retter", schloss sich nach seinem Sieg in 1:51,90 Minuten vor Cuche (1:51,91) und Teamkollege Mario Scheiber (1:52,04) dieser Meinung an: "Es wird nicht nur mir ein Riesenstein vom Herzen gefallen sein."

Stehle holt erste Weltcup-Punkte

Durchaus respektabel schlugen sich auf einer der technisch anspruchsvollsten und schwierigsten Pisten im Weltcup die beiden deutschen Starter. Während Johannes Stehle aus Obermaiselstein auf Rang 27 (2,00 Sekunden zurück) die ersten vier Weltcup-Punkte seiner Karriere holte, erreichte Stephan Keppler Rang 24 (1,65 zurück). Der Ebinger sagte danach: "Ich habe zwei Fehler gemacht, sonst wäre ich unter den ersten 15 gelandet". Bei der zweiten Abfahrt in Bormio am Donnerstag "mach´ ich die aber nicht mehr", beteuerte er.

Während die Österreicher nach einer nach ihrem Verständnis "schwarzen Serie" von vier Abfahrten und insgesamt 13 Rennen ohne Sieg wieder ein wenig gelassener waren, konnte Cuche nur noch fassungslos den Kopf schütteln über sein Pech: In Gröden wurde er um zwei Hunderstel vom Amerikaner Steve Nyman geschlagen, jetzt um eine Hundertstel von Walchhofer. "Diese blöde Hundertstel", fluchte er, gab aber auch zu: "Ich habe unten zwei Fehler gemacht. Ich hoffe, dass mir am Freitag die Revanche gelingt."

Das hofft nicht nur Cuche. Die Schweizer Männer sind seit 101 Rennen ohne Sieg im Weltcup. Der letzte gelang im März 2004 in Garmisch-Partenkirchen. Sieger damals: Didier Cuche.

© SID

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