Ski alpin WM
Doppelter Start von Walchhofer sorgt für Wirbel

Eine Kommunikationspanne hatte den doppelten Start von Michael Walchhofer bei der WM-Abfahrt ausgelöst. Die "Doppel-Fahrt" sorgte für heftige Diskussionen.

Die "Doppel-Fahrt" des ehemaligen Weltmeisters Michael Walchhofer bei der WM-Abfahrt in Val d'Isere hat nachträglich für heftige Diskussionen gesorgt. Der Österreicher hatte zunächst die zwölftbeste Zeit erzielt, wegen einer angeblichen Rennunterbrechung während seiner Fahrt aber nochmals starten dürfen. Bei seinem Wiederholungslauf 50 Minuten später kam der Champion von 2003 auf Rang neun, diese zweite Fahrt wurde jedoch im Nachhinein wieder für ungültig erklärt.

Entstanden war das Durcheinander durch eine peinliche Kommunikationspanne. FIS-Renndirektor Günter Hujara hatte vor Walchhofers Fahrt per Funk einen Start-Stopp wegen Nebels verfügt. Weil die Meldung allerdings von einem weiteren Funkspruch überlagert wurde, kam sie weder beim Startrichter, noch beim Pistenpersonal an - das Rennen galt damit als freigegeben. Hujara nahm die Schuld auf sich und erklärte: "Ich hätte mich rückversichern müssen, ob der Funkspruch verstanden wurde. Ich habe einen Fehler gemacht."

"Das war ein Risiko für nichts"

Da der Sachverhalt zunächst in der Kürze der Zeit nicht aufzuklären war, wurde Walchhofer nach seiner ersten Zieldurchfahrt zurück zum Start geflogen und ein weiteres Mal auf die "Bellevarde" gelassen. Wie der Technische Delegierte des Weltverbandes FIS, Jan Erik Hedström aus Schweden, nach einer Überprüfung der Funksprüche und von Videoaufnahmen aber erklärte, sei der Österreicher bei der ersten Fahrt tatsächlich nicht beeinträchtigt gewesen - die zweite Fahrt sei deshalb ungültig.

"Das war ein Risiko für nichts. Wir haben Glück gehabt, dass dabei nichts passiert ist", sagte der österreichische Cheftrainer Toni Giger. Sein Alpin-Direktor Hans Pum ging unterdessen Hedström verbal an: "Ich hoffe, dass Du nie wieder in der Verantwortung bei einem wichtigen Event bist." Rund zweieinhalb Stunden nach dem Ende der WM-Abfahrt hatte die Renn-Jury das Resultat unter Leitung des Schweden nachträglich geändert.

© SID

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