Ski alpin WM
DSV tritt im Team zur WM-Titelverteidigung an

Auch die großen Nationen haben im Teamwettbewerb bei der alpinen Ski-WM heute die Medaillen im Visier - bei der Premiere vor zwei Jahren sah das anders aus. Als Titelverteidiger tritt in Are das DSV-Team an.

Anders als noch bei der Premiere vor zwei Jahren in Bormio wird der Teamwettbewerb bei der alpinen Ski-WM im schwedischen Are heute auch von den großen Ski-Nationen ernst genommen - eine Medaille ist Pflicht für Österreich, die USA und Co. Die Chancen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung für den Deutschen Skiverband (DSV) sind dadurch nicht gerade gestiegen.

Überraschungscoup in Bormio

"Ich habe hier schon mit einigen Trainern gesprochen. Dass die wie damals nicht ihr bestes Team stellen, ist auszuschließen", sagt DSV-Alpinchef Wolfgang Maier. In Bormio hatte Deutschland auch von der Nonchalance der Konkurrenz profitiert und war in der Besetzung Hilde Gerg, Martina Ertl-Renz, Monika Bergmann-Schmuderer, Florian Eckert, Andreas Ertl und Felix Neureuther völlig überraschend zu Gold gefahren.

Neureuther wird am Sonntag der einzige "Überlebende" des Teams von 2005 sein. Neben dem Partenkirchener sollen Stephan Keppler und Alois Vogl, sowie Annemarie Gerg, Maria Riesch und Petra Haltmayr starten. "Eine Teammedaille ist für uns sicher nicht das große Ziel, aber holen würden wir sie schon sehr gerne", sagt Maier. Nach dem Motto: Lieber eine Plakette mit der Mannschaft, als gar keine.

Ein bisschen habe die Veranstaltung schon den Charakter eines Trostpflasters, gibt Maier zu. "Eine Einzelmedaille hat Vorrang", sagt er, zumal der DSV vor dem Frauen-Slalom am Freitagabend bei Großereignissen 45-mal in Folge leer ausgegangen war. Beim letzten Team-Duell beim Weltcup 2006 in Are wurde der DSV aber Letzter.

Österreicher mit bestmöglichem Sextett

Und die Konkurrenz ist auch diesmal äußerst stark. Österreich verzichtet auf seinen motivationslosen Star Hermann Maier, schickt ansonsten aber das bestmögliche Sextett - wie die mitfavorisierten Teams aus den USA, Schweden und der Schweiz. Mindestens vier, aber höchstens sechs Athleten dürfen starten. Insgesamt acht Läufe - je vier in Slalom und Super-G, davon je zwei von einem Mann und einer Frau zu fahren - entscheiden über den Sieger.

Weil pro Team jeweils ein Mann und eine Frau beide Disziplinen bestreiten müssen, schlägt die Stunde der Allrounder. Beim DSV sind das Riesch und Neureuther. Haltmayr und Keppler fahren Super-G, Gerg und Vogl Slalom. Der Laufbeste bekommt einen Punkt, der Zweite zwei und so fort. Wer die wenigsten Punkte hat, ist Weltmeister.

Maier findet diesen Modus "in Ordnung" und glaubt, dass sich der Teamwettbewerb "auf Dauer durchsetzen wird, weil er sehr viel Spannung bietet." Entscheidender ist aber etwas ganz anderes. "Alle Medaillen haben den gleichen Wert", sagt Maier: "Die Österreicher wollen die Medaillenwertung gewinnen. Das können sie nur dann, wenn sie auch mit der Mannschaft Gold holen." Die Alpenrepublik hat in Are schon so viele Nackenschläge einstecken müssen, dass sie ein goldenes Trostpflaster ganz gerne annehmen würde.

© SID

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