Ski alpin WM: Herren-Abfahrt in Are fällt dem Wetter zum Opfer

Ski alpin WM
Herren-Abfahrt in Are fällt dem Wetter zum Opfer

Bei den alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Are ist die Abfahrt der Männer nach dreimaliger Verschiebung am Samstag wegen schlechter Wetterbedingungen abgesagt und für Sonntag (12.30 Uhr) neu angesetzt worden.

Das Wetter im schwedischen Are zeigt sich für die Verantwortlichen und Aktiven bei der alpinen Ski-WM weiter von seiner schlechten Seite. Nach dreimaliger Verschiebung musste die Abfahrt der Männer am Samstag abgesagt werden. Starker Wind, Schneefall und Nebel im oberen Bereich der Strecke "Olympia" verhinderten den Start des Rennens. Nachgeholt werden soll der Wettbewerb am Sonntag (10.00 Uhr) vor der Abfahrt der Frauen (12.30 Uhr).

"Das war die einzig richtige Entscheidung", sagte Gian Franco Kasper, der Präsident des Ski-Weltverbandes (FIS) über die Absage, die schon am Morgen absehbar war. Schneefälle und Wind hatten die Bedingungen für die Athleten derart erschwert, dass Renndirektor Günter Hujara den Start insgesamt dreimal auf letztlich 13.45 Uhr verschieben ließ - und letztlich gezwungen wurde, das Rennen ganz abzusagen.

Athleten wie Trainer nahmen die Verschiebung widerspruchslos hin. "Dazu gab es keine Alternative", sagte Werner Margreiter, der Chefcoach des deutschen Männer-Teams. Hans Pum, Alpindirektor des Teams Austria, meinte: "Die Sicherheit der Athleten steht hier im Vordergrund. Es war die richtige Entscheidung." Kasper betonte, dass das Wetter zu wechselhaft gewesen sei, um für alle Starter die gleichen, fairen Bedingungen zu gewährleisten.

Königin Silvia nahm es mit Humor. "Mein Mann ist eigentlich als Regenmacher bekannt, heute war es eben Schnee", sagte sie der ARD. Am Sonntag soll der Austragung beider Rennen nichts im Wege stehen. Kein Schneefall mehr und nur schwächerer Wind, dazu gleich bleibende Temperaturen von 14 bis zehn Grad unter dem Gefrierpunkt auf der Strecke sind vorhergesagt. "Die Prognose für Morgen ist ausgesprochen gut", sagte Kasper: "Das wird ein Super-Sonntag."

Bode Miller (USA) wird dann versuchen, erneut den Thron des schnellsten unter den Schnellen zu besteigen - wie schon in Bormio 2005. Seine ärgsten Rivalen kommen aus Europa. Der Liechtensteiner Marco Büchel hat sich mit einer Fabelzeit beim Abschlusstraining in die Favoritenliste eingeschrieben. Die Österreicher schicken in Fritz Strobl (Olympiasieger 2002), Michael Walchhofer (WM 2003) und Hermann Maier (WM 1999) gleich drei Spitzenfahrer ins Rennen. Auch der Schweizer Didier Cuche darf sich Hoffnungen machen. Stephan Keppler aus Ebingen will immerhin "in die Top 15 fahren".

Auch an den ersten drei Tagen war in Are wegen der schlechten Witterung kein Rennen möglich gewesen. Beide Super-G-Wettbewerbe hatten daraufhin am vergangenen Dienstag stattgefunden. Am Samstagmorgen war bereits das dritte und letzte Abfahrtstraining der Frauen abgesagt worden.

© SID

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