Ski alpin WM: Hosp rollt das Feld von hinten auf und holt Gold

Ski alpin WM
Hosp rollt das Feld von hinten auf und holt Gold

Mit einem sensationellen zweiten Lauf hat sich die Österreicherin Nicole Hosp die Goldmedaille im Riesenslalom bei der WM in Are gesichert. Kathrin Hölzl überzeugte als Sechste ebenso wie Viktoria Rebensburg als Achte.

Als Sechste verpasste Kathrin Hölzl die insgeheim erhoffte Medaille nur knapp, ihre 17 Jahre alte Mannschaftskollegin Viktoria Rebensburg fuhr schon sensationell auf Rang acht, doch der große Jubel brach bei den Österreichern aus: Nicole Hosp gewann bei den alpinen Ski-Weltmeisterschaften im schwedischen Are nach Bronze in der Abfahrt überlegen den Riesenslalom und bescherte Austria im siebten Wettbewerb endlich das erste Gold.

Während Anja Pärson, Riesenslalom-Weltmeisterin 2003 und 2005 und in der vergangenen Woche bereits dreimal mit Gold dekoriert, im zweiten Lauf ausschied, konnte Hosp ihr Glück kaum fassen. "Das ist wie ein Traum, und ich habe auch heute Nacht schon davon geträumt", sagte die neue Weltmeisterin, die deutlich mit 0,85 Sekunden vor der Schwedin Maria Pietilae-Holmner gewann. Dritte wurde Denise Karbon aus Italien (0,97 zurück). Olympiasiegerin Julia Mancuso (USA) fiel im zweiten Lauf von Rang eins auf Rang fünf zurück.

Serie von Pärson und Kostelic ist Geschichte

Durch den Sturz von Pärson und den Sieg von Hosp endete zugleich eine bemerkenswerte Serie bei alpinen Weltmeisterschaften. Seit dem Abfahrtserfolg der Kanadierin Melanie Turgeon 2003 in St. Moritz hatte in den folgenden elf Rennen entweder Pärson oder die derzeit pausierende Kroatin Janica Kostlic Gold gewonnen. Die Serie des Deutschen Skiverbandes (DSV) hält dagegen an: Seit nunmehr 44 Einzel-Rennen warten die Alpinen bei Großereignissen auf eine Medaille.

Kathrin Hölzl (Bischofswiesen) fehlten allerdings nur 0,33 Sekunden zum erhofften Platz auf dem Siegertreppchen. Aus deutscher Sicht war jedoch der Auftritt von Viktoria Rebensburg (Kreuth) bemerkenswert. Die kurzfristig nachnominierte Nachwuchsläuferin war im ersten Lauf mit der Startnummer 35 schon auf Rang 21 gefahren, im zweiten zeigte sie dann eine Fahrt, die an die Ritte von Draufgänger Bode Miller (USA) erinnerte, und erzielte die drittbeste Laufzeit. "Das ist Wahnsinn, wunderbar", sagte die kesse Senkrechtstarterin, bekannte aber auch: "Ich ärgere mich über meinen ersten Lauf."

Hölzl nach erstem Lauf den Tränen nahe

Kathrin Hölzl hatte bei ihrem ersten WM-Rennen ihre kleine Chance auf eine Medaille bereits im ersten Durchgang verspielt. Den Tränen nahe musste sie im Zielraum von ihren Mannschaftskolleginnen getröstet werden, verbesserte sich am Ende aber immerhin noch von Rang zehn. "Ich bin nicht ganz zufrieden, weil ich zu viele Fehler gemacht habe und im ersten Lauf zu langsam war. Schade, dass es nachher so knapp war und nicht für weiter vorne gereicht hat", sagte die 22 Jahre alte Zoll-Beamtin.

Maria Riesch verfehlte ihr angestrebtes Ziel, einen Platz unter den ersten 15 zu erreichen. Die Partenkirchenerin verbesserte sich aber im zweiten lauf immerhin noch von Rang 30 auf Rang 23. Carolin Fernsebner (Ramsau), 46. im ersten Lauf, schied im zweiten Durchgang aus.

© SID

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