Ski alpin WM
Maier: "Das ist natürlich ein Hammer"

Der WM-Titel im Riesenslalom durch Kathrin Hölzl kam überraschend, aber für DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier nicht unverhofft: "Katy hätte ich es am ehesten zugetraut."

In Kathrin Hölzl im Riesenslalom hat der Deutsche Skiverband in den alpinen Sportarten das erste Gold seit Martina Ertls WM-Triumph 2001 in der Kombination bei einer Großveranstaltung eingefahren. Eine Durststrecke von 52 Rennen ging hierbei zu Ende. Wolfgang Maier, der Alpindirektor des DSV, ließ im Gespräch seinen Emotionen freien Lauf.

Frage: "Wolfgang Maier, dass Kathrin Hölzl eine sehr gute Skifahrerin ist, haben Sie und die Trainer immer betont. Hätten Sie aber erwartet, dass sie Weltmeisterin wird?"

Wolfgang Maier: "Das ist natürlich ein Hammer. Und im Nachhinein ist das jetzt auch einfach zu sagen, aber es war klar, dass das hier ein Hang ist, der zu ihrer Art Ski zu fahren passt. Wir wussten, dass ihr das hier liegt. Die Katy ist deswegen diejenige unserer Läuferinnen, der ich das am ehesten zugetraut hatte."

Frage: "Nach 52 Rennen bei Großveranstaltungen haben die Alpinen des DSV endlich wieder eine Einzel-Medaille, sogar Gold. Wie groß ist die Erleichterung bei ihnen und der Mannschaft?"

Maier: "Es lag eine extrem hohe Belastung auf der ganzen Mannschaft. Das Ding hier geht zur Neige, du stehst vor der vierten WM ohne Medaille, die Luft wird immer dünner. Man kann sich gar nicht vorstellen, was das für eine emotionale Belastung ist. Das hier ist extrem wichtig. Auf die Alpinen ist immer draufgehauen worden, aber das hier hilft uns jetzt, den Kopf hochzunehmen und zu sagen: "Die Schritte, die wir gemacht haben, auch wenn sie mal zurückgingen, waren richtig."

Frage: "Bislang stand Maria Riesch im Mittelpunkt. Sie hat noch keine Medaille gewonnen. Jetzt ist der Druck weg, dass sie die Medaille für den DSV holen muss. Hilft dieser WM-Titel auch ihr?"

Maier: "Was soll uns jetzt noch belasten? Wir haben eine Weltmeisterin! Natürlich hilft das der Maria, es ist jetzt eine zweite Kraft da, die Fokussierung auf sie ist weg. Wir stellen eine Weltmeisterin, uns kann hier nichts mehr passieren."

© SID

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